Resume unserer Testfahrt - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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Resume unserer Testfahrt
16. August - 16. Dezember 2011

 

Weltenbummler Shumba - Weltreise, Abenteuerreise mit dem Allrad Reisemobil

Lebensreise   

Zwei Dinge bestimmen wohin unsere Reise geht –
die Kraft der Träume und der Wind des Schicksals
 
(unbekannt)  

Unsere Routen

Österreich-Montenegro

Albanien

Türkei

Türkei-Deutschland


Es sind nun einige Wochen seit der Rückkehr von unserer ersten längeren, insgesamt 4-monatigen, Reise vergangen. Zeit für eine Retrospektive.

Es war eine Testfahrt für „Mensch und Maschine“.


Im August sind wir quasi mit fliegenden Fahnen „vom Hof“ gefahren. Bis mehr oder weniger zum Schluss haben wir an unserem LKW geschraubt und gearbeitet, gepackt und getan, so dass wir zeitweise das Gefühl hatten nie loszukommen. Alles hat immer länger gedauert als geplant. Und obwohl wir nur für 4 Monate wegfuhren, war beim Abschied von unseren Familien und Freunden Wehmut dabei. Plötzlich kapierten wir, es ist soweit, wir müssen loslassen. Es ist einerseits ein Ende und andererseits zugleich ein Neubeginn.


Die ersten Tage ließen wir langsam losgehen. Am Anfang dachten wir noch 4 Monate sind verdammt lang und haben teilweise auch getrödelt. Es sollte ja auch das Umschalten von „hektischer Betriebsamkeit“ auf Entspannen kommen. Doch beim Blick auf die Landkarte sahen wir schnell, dass ein weiter Weg vor uns liegt. Wir hatten uns ja eine Reise vorgenommen und keinen „Urlaub“.


Und als ein paar Wochen ins Land gegangen waren, eben die Zeit die man üblicherweise Urlaub macht, realisierten wir, dass es gerade kein Urlaub war. Es stellte sich eine gewisse Routine ein, zudem gab es „Pflichten“, die man normalerweise im Urlaub vermeidet, die im üblichen Leben allerdings zu erledigen sind, wie z.B. Wäsche waschen, sauber machen, Kontoauszüge checken, Reparaturen erledigen, Texte schreiben, Fotos sortieren etc. . Dies kann man nicht in die Schublade „mach ich dann zuhause“ stecken. Das zuhause ist dabei, es ist die Reise. Das ist jetzt unser neues Leben.


Parallel dazu zeigte es sich, ob es uns gelingen würde, das neue Leben zu gestalten und zu „füllen“. Wir mussten auf dieser Reise wieder lernen, unsere Freizeit zu gestalten, etwas unternehmen, uns etwas vornehmen. Wir dürfen nicht nur „fahren“, wir müssen auch „bleiben“ und uns Zeit für uns nehmen. Zu sehr hatten wir dies, in Vorbereitung auf unsere Weltreise, vernachlässigt, uns zu sehr auf dieses eine Ziel konzentriert.
Manchmal stellten wir uns die Frage, ob wir es auf Dauer ertragen würden, auch auf so engem Raum langfristig zu leben, aufeinander Rücksicht zu nehmen und mit entsprechender Toleranz miteinander umzugehen. Der Wechsel von 200qm auf 12qm ist ja keine Kleinigkeit. Da wir auf der Reise viele Tage schlechtes Wetter hatten, waren wir quasi gezwungen viel Zeit im Aufbau zu verbringen. Platz und Raum war eigenartigerweise nie ein Thema für uns, dennoch haben wir schon festgestellt, dass jeder Platz und Raum braucht für Gedanken und Unternehmungen und auch, um die neue Rolle in einem völlig veränderten Leben zu erkennen.
Es hat sich gezeigt, dass wirkliches Reisen keinen Druck verträgt. Dies ist uns zu Beginn der Reise nicht so besonders gut gelungen, weil wir es automatisch und völlig unbewusst wie einen „Urlaub“ angegangen sind.
Wir können hier ganz ehrlich sein und sagen, dass es zwischen uns schon auch gekracht hat, diese Veränderung, und ist sie noch so gewollt, ist eben auch eine Herausforderung für den Einzelnen aber auch für uns als Paar. Dies war wohl auch normal und notwendig. Alles muss sich eben neu ergeben und einspielen.


Es ist schön und positiv neue Seiten an sich und dem Partner zu entdecken.

Durchwegs bestätigte sich, dass wir uns in unserer „kleinen Behausung“ sehr wohl fühlen. Wir haben ausreichend Komfort und Platz zum Leben und alles dabei was wir brauchen. Und, egal in welchem Land oder in welchem Umfeld, wir uns befinden, wir sind immer zuhause. Das kann allerdings Vor – und Nachteil zugleich sein. Dadurch kann man sich auch leicht zurückziehen, braucht nicht unter Menschen zu gehen. Es gibt keine Notwendigkeit mehr, sich an ein (un)bequemes fremdes Hotelbett zu gewöhnen, oder sich mit Zimmersuche in fremden Sprachen herumzuschlagen. Außer zum Versorgen muss man im Grunde nicht „unter Menschen“. Für uns war dies kein Thema. Wir hatten eine gute Mischung aus Einsamkeit und Geselligkeit gefunden. Wir sind an sehr einsamem Plätzen genauso wie mitten in Städten gestanden und aktiv auf die Menschen zugegangen.

Für mich (Klaus sieht das nicht so) gibt es im Grunde nur einen winzigen Nachteil an dem stattlichen Fahrzeug: Ich hatte unterwegs öfter das Gefühl, dass ich aus dem (LKW/Auto)-Fenster die Dinge um mich herum wie durch einen Rahmen sehe. Einfach distanziert, und, durch die Höhe und Größe noch mehr Abstand zu meiner Umgebung habe, dies meines Erachtens auch mehr als in einem herkömmlichen 4x4-Fahrzeug. Für mich macht es das Reisen etwas weniger intensiv. Ich hatte öfter das Gefühl meine Umgebung nicht so unmittelbar mitzubekommen. Gerüche, Erlebnisse mit Menschen etc. sind „weiter“ weg wie z.B. beim Reisen mit dem Motorrad. Da ist man einfach immer mitten drin. Das ist das mit Sicherheit noch intensivere Reisen.


Die vielen, vielen Vorteile gleichen diese Gedanken bei Weitem aus und daran gibt es nichts zu rütteln.

Für uns steht fest: Das ist unser neues Leben! Es ist gut so wie es ist und es fühlt sich prima an! Und wären wir nicht schon infiziert, jetzt hätte es uns mit Gewissheit erwischt – das Weltreisefieber…
Und jetzt wo wir wieder hier sind, empfinden wir das Hier sein mehr als einen Zwischenstopp als eine Rückkehr. Wir scharren schon wieder mit den Hufen und arbeiten drauf hin, dass es endlich losgehen kann… auf unsere Lebensreise

Der Vollständigkeit halber hier noch ein kleiner Auszug dessen, was auf unserer Reise so kaputt ging, bzw. was verbessert werden muss:


  • Faltenbalg am Durchgang eingerissen durch starke Verschränkung des Koffers gegen das Fahrerhaus; unser Fehler wurde vermutlich zu straff aufgehängt

  • Tankdeckel vom Frischwassertank verloren; Reserve dabei

  • Fäkalientank blähte sich auf da der Überlaufschlauch verstopft war; unterwegs gelöst

  • Frischwassertank an Messfühler undicht, führte zu Wasser in den Stauräumen; konnten wir abdichten

  • Halterungen der Außenverkleidungen durch Vibrationen gebrochen; müssen erneuert werden

  • Seagullfilter aus Befestigung gebrochen

  • Tankgeber des Abwassertanks abgebrochen

  • Anzeige des Fäkalientank funktioniert nicht mehr

  • Wasserhahn in der Küche undicht

  • Seagull Wasserhahn an Warmwasser angeschlossen

  • Unterflurboxen sind nicht staubdicht

  • Schloss an großer Küchenschublade gebrochen (unterdimensioniert)




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