Reisebericht Namibia II - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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                    Reisebericht Namibia II

                                    05.04. - 01.07.2017

   Landesroute



Währung:
Diesel Pr
eis:
Einreise:
Ausreise:
Gesamt km:
Visum:


1€ = 14,50 Namibia Dollar  04/17

0,78 €/Ltr

Alexander Bay

Ruacana

9.246

an der Grenze


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Teil I >  Alexander Bay - Windhoek      05.04. - 30.04.2017           2.545 km

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Der Süden

Rosh Pinah, unsere erste Stadt in Namibia, ist eine reine Versorgungsstadt, klein, staubig und trostlos, umgeben von vielen Diamanten Minen.

Wir „springen“ in den Spar, etwas Joghurt, Brot und Gemüse bräuchten wir, doch die Regale sind leer. Seit Tagen warten die Menschen auf Nachschub, heute irgendwann soll die Lieferung kommen. Wir warten nicht ab, wir disponieren um, noch zur Tankstelle und weiter geht’s. Zurück an den Oranje River, nur eben diesmal auf der anderen Seite entlang. Den Tag beenden wir am Fluss, einsam und völlig ungestört.

Die Fahrt entlang dem Oranje River in Richtung Aussenkehr ist landschaftlich einmalig. Der Fluss mäandert entlang der wilden Felsformationen, die wir auch schon auf der anderen Uferseite im Richtersveld Nationalpark bewundern konnten. Kurz vor dem kleinen Ort biegen wir ab in Richtung Ai-Ais, die Berge verschwinden und wir befinden uns in einer weiten Ebene, einer einsamen Wüste. Erst kurz vor Ai-Ais, was so viel heißt wie heiße Quelle, unserem Tagesziel, wird es wieder bergiger und steiniger. Wir genießen das Bad im Swimming Pool des Camping Platzes und fahren weiter an den beeindruckenden Fish River Canyon. Dieser gigantische „Graben“ ist der zweitgrößte Canyon der Welt und vor einigen Jahrtausenden durch Absenkung entstanden, der dahin mäandernde Fluss grub und gräbt sich noch immer weiter nach unten.

Abseits der Hauptroute, ziemlich abgelegen, erreichen wir nach teilweise mühsamer Anfahrt eine einsame Farm, oder besser gesagt eine ehemalige Farm. Heute gehört das Gelände der Gondwana Naturschutz Organisation und es werden ab dieser Farm ab Mitte April, dann wenn es kühler wird, geführte Touren in das Fish River Gebiet unternommen. Als Unterkünfte für betuchte Tourteilnehmer stehen dafür ein paar, direkt am Canyon gelegene, Camps zur Verfügung und genau zu einem, dem Horseshoe Camp, wollen wir. Noch hat es hier keine Gäste, alles ist leer und unaufgeräumt.

Nach einigen sehr zähen Verhandlungen per Telefon mit dem verantwortlichen Manager in einer Lodge, erhalten wir einen einigermaßen akzeptablen Preis, wo wir uns schon hierher gequält haben. Und nach weiteren, sehr schlechten, 8 Kilometern erreichen wir das Camp .... ... weiterlesen...



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Teil II >  Windhoek - Ruacana      30.04. - 01.07.2017                  1.627 km

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Das Kaokoland

Nach einigen Wochen „Standzeit“ in der uns intensiv um uns und unser Fahrzeug gekümmert haben, sind wir endlich wieder unterwegs.

Wir machen einen großen Sprung in Richtung Norden Namibias, in die kleine Stadt Kamanjab, nahe an der Etosha Pfanne gelegen und auch eigentlich die letzte Versorgungsmöglichkeit, wenn man in das Kaokoland in die Abgeschiedenheit der Namibwüste möchte. Und genau das ist unser Plan.

Wir lassen die Stadt Okahandja schon hinter uns, als wir eine WhatsApp Nachricht von unserem Freund Matze erhalten. „Wo seid Ihr, wir brauchen Hilfe!“ Wir wissen unsere Freunde Matze, Conny und Tommy sind gemeinsam in das Kaokoland gefahren, um dort gemeinsam eine längere Tour zu fahren. Erst am nächsten Morgen erreichen wir Matze telefonisch. Tommys Fahrzeug hat einen Federbruch. Sie können nicht mehr weiterfahren, stehen „im Nirgendwo“ und haben keinen Telefonempfang. Ob wir denn nicht eine Feder mitbringen könnten. Es ist Samstagmorgen. Wir versuchen unsere Kontakte in Windhuk, doch eine derartige Feder liegt nicht auf Lager. Wir vereinbaren noch für den Abend einen Treffpunkt mit Matze in Kamanjab im „Oppi Koppi“ Camp. Das Wochenende müssen wir abwarten.

Am Montagmorgen marschieren Klaus und Matze zu der lokalen LKW-Werkstatt im Ort. Und ab hier beginnt die Organisation. Schnell stellt sich raus, eine derartige Feder ist weder in Namibia noch in Südafrika zu erhalten. Es wird gerätselt, recherchiert, telefoniert, verhandelt und organisiert. Es eilt, Conny und Tommy müssen in 10 Tagen das Land verlassen, ihr Visum läuft aus. Zwischenzeitlich haben sich die beiden provisorisch beholfen, und so können sie im Schritttempo 250 km Schotterpiste bis nach Kamanjab in beinahe 2 Tagen fahren. Am Dienstag rollen sie auf unserem Camping Platz ein. Und bereits am Mittwoch früh, können sie eine Bestellung und eine Verfrachtung zweier Federn aus Deutschland organisieren.
Die beiden können kommende Woche die Federn in Windhoek am Flughafen abholen und wir wollen nach Norden aufbrechen. Wir verbringen noch zwei gemeinsame Tage und verabschieden uns dann, mittlerweile zum vierten Mal, doch diesmal endgültig, für einen langen unbestimmten Zeitraum. Alles ist gut.

Eigentlich sind wir gerade dabei, unsere Zelte in Kamanjab abzubrechen, als Dani und Didi, aus Deutschland, Kevin und Steph aus Holland und Dan, Australier aus Yukon, Alaska auf dem Campingplatz eintreffen. Sie alle sind, zunächst unabhängig voneinander, und dann, nachdem sie sich unterwegs kennengelernt hatten, lange Strecken gemeinsam die Westküste gefahren. Erst vor etwa 10 Tagen sind sie von Angola nach Namibia eingereist. Sie alle haben vor die Ostküste weiterfahren. Das bietet natürlich jede Menge Gesprächsstoff und aktuelle Informationen für beide Seiten, und so bleiben wir noch eine Nacht länger und tauschen uns ausgiebig über unsere Erfahrungen aus.

Doch dann ist es soweit, Abfahrt! ... weiterlesen...



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Fazit

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In Kürze: Namibia, ist das Land für „Afrika Einsteiger“. Einfach zu bereisen, tolle Lodges, gute Versorgung und jede Menge Sehenswertes.

Namibia ist eines der trockensten Länder der Erde, ursprünglich, mit einer grandiosen Landschaft, zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, mit gerade mal ca. 3 Mio. Einwohnern.

Der eigene Mietwagen, natürlich 4x4, ist schnell gebucht. Das Angebot ist groß. Doch, die Distanzen und auch die örtlichen Schwierigkeiten, wie z.B. Durchfahrten der Riviere, werden sehr häufig unterschätzt. Alle Touristenattraktionen in einem dreiwöchigem Jahresurlaub unter zu bekommen, endet nicht selten mit Hetzerei von Campingplatz zu Campingplatz und viel zu vielen Kilometern auf teilweise schlechten Schotterpisten dazwischen. In weiten Teilen durchfährt man ursprüngliche Landschaften und Wildnis und speziell im Norden ist eine außergewöhnliche Nähe zu Tieren möglich.

Wir raten jedem Namibiabesucher, sich das Land gut einzuteilen, und sich Zeit zu nehmen und, vielleicht sogar ein zweites Mal zu kommen.

Hat man dies einigermaßen verinnerlicht, ist Namibia eines der schönsten Länder im südlichen Afrika, sehr kontrastreich, außergewöhnlich vielseitig und, eben einfach zu bereisen. Hier ist für jeden das geeignete Angebot zu finden. In Namibia findet man noch Einsamkeit in sehr abgelegenen Gebieten, eben in der Wildnis, wo man unbehelligt frei stehen und übernachten kann.

Doch Namibia ist auch steigende Kriminalität, insbesondere der unerfahrene „Afrika-Reisende“ ist davon betroffen. Zu schnell sind die Scheiben der Mietwägen eingeschlagen und Reisetaschen, Handys und Fotoequipment von den Rücksitzen geklaut. Und dies passiert an vermeintlich sicheren Plätzen wie z.B. vor den Einkaufszentren der Innenstadt Windhoeks. Vorsicht ist stets angeraten.

Dennoch, Namibia ist ein Land zum Wohlfühlen, mit durchwegs freundlichen, hilfsbereiten und toleranten Menschen.

Namibia, fasziniert und macht einfach Spaß!

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BILDERGALERIEN - Namibia II

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             >>> Angola

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