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Reisebericht Sambia

01.09. - 31.10.2015



   Landesroute



Währung:
Diesel Pr
eis:
Einreise:
Ausreise:
Gesamt km:
Visum:


Sambia Kwacha 1€ = 13,36   10/15
0,89 €/Ltr

Lusuntha

Kazungula

4.756 km                       

an der Grenze                     

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Teil I >  Lusuntha - Kasama           01.09. - 13.09.2015          973 km

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Der wilde Osten

Den ersten Eindruck von der sambischen Gastfreundschaft bekommen wir gleich nach dem Abstempeln des Passes. Da es bereits dunkel wird, fragen wir nach, wo es im nächsten Ort eine Möglichkeit gibt, für die Nacht zu parken und erhalten ohne Zögern als Antwort ein verwundertes: „Warum nächster Ort? Ihr könnt hier schlafen, gleich neben dem Grenzhäuschen. Das ist überhaupt kein Problem!“ Also verbringen wir die erste Nacht in Sambia zwischen dem Zollhäuschen und dem Grenzposten. Besser könnte es gar nicht sein.
 
Am nächsten Morgen machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Lundazi, dem ersten größeren Ort nach der kleinen Grenze. Dort gibt es gute Versorgungsmöglichkeiten, wie ATM, Tankstellen und Sim-Karten.
Die Temperaturen werden zunehmend afrikanischer, heute messen wir tagsüber 34 Grad. Die Landschaft ist nicht besonders aufregend. Baumwollfelder wechseln sich ab mit Maisfeldern und Buschwald. Das Leben hier im Busch im äußersten Osten des Landes ist entbehrungsreich. Es ist weit bis zur nächsten größeren Stadt, und so wird neben dem Anbau von Baumwolle oder auch Mais Substitutionslandwirtschaft betrieben, um die Familien zu ernähren. Wir übernachten im Busch und landen zufällig auf der „Baumwoll-Farm“ von James. In einem langen Gespräch erzählt er uns, dass der Preis für Baumwolle gefallen ist. Dieses Jahr erhalten die Farmer für 100kg Baumwolle 250 Sambische Kwacha, das sind ca. 25€. Für 100kg! Im letzten Jahr waren es noch 400 Kwacha also fast das Doppelte. Trotzdem, Baumwolle sei einfach anzubauen und sehr widerstandsfähig und sie braucht wenig Wasser, was in dieser trockenen Gegend sehr von Vorteil ist.
 
Die Route, die wir eingeschlagen haben, führt uns durch den Westen Malawis langsam, Kilometer für Kilometer hinunter von den Ausläufern des Ostafrikanischen Grabenbruches in die abgeschiedene Wildnis des völlig naturbelassenen Luangwa.      ... weiterlesen...




                                                  
        

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Teil II >  Kasama - Mansa           13.09. - 18.09.2015          589 km

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Die schönsten Wasserfälle

Wir halten uns mit dem Ärger nicht lange auf und machen einen großen Sprung nach Norden. Sambia ist insgesamt sehr wasserreich. Insbesondere der Norden ist von zahlreichen großen Flüssen durchzogen. Und hier gibt es dann auch die schönsten Wasserfälle des Landes.
 
Auch in Sambia ist das Hauptverkehrsmittel das schwere chinesische Fahrrad obwohl es insgesamt wesentlich mehr Kraftfahrzeuge gibt, als vergleichsweise in Mozambik. Die Menschen wohnen in gepflegten, strohgedeckten Steinhäusern. Unglaublich freundlich winken und lachen sie uns zu. Die Straße wird zunehmend katastrophaler, zumeist kommen wir auf der ausgewaschenen und mit Schlaglöchern gespickten Erdpiste nur im Schritttempo voran. Es ist eine öde und nervtötende Fahrerei in den äußersten, abgelegenen Nordwesten.
 
An den Wasserfällen angekommen werden wir für diese Schinderei entschädigt. Völlig unverbaut, abgelegen, kaum bekannt und schwer zu erreichen liegen die Lumangwe Falls im dichten Urwald. 30 Meter stürzt der 120 Meter breite Kalungwishi die Felswand hinunter. In der Gischt des Wassers kann der Regenwald an den Ufern des Flusses ungehindert wuchern. Hier stört absolut nichts die Natur, kein Souvenirladen, kein Rafting, nicht einmal Wege, einfach nichts.      ... weiterlesen...




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Teil III >  Mansa - Kangelesha           18.09. - 27.09.2015          662 km

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Der "Kupfergürtel"

Zur Unabhängigkeit 1964 waren die riesigen Erzvorkommen noch der „goldene Löffel“, der Sambia auf Dauer ernähren sollte. Doch die Kupfernachfrage auf dem Weltmarkt fiel in den Keller und so reichte Sambias einziges Standbein nicht aus, die Gesamtwirtschaft am Laufen zu halten. Immer noch werden in der Region Kupfer und andere Erze abgebaut.
 
Große Minengesellschaften sind hier angesiedelt, die großen Firmenschilder sind zweisprachig, englisch und chinesisch. Der Verkehr ist entsprechend, ein Schwerlaster nach dem anderen begegnet uns, auf Straßen, die diese Bezeichnung wahrlich nicht verdienen. Derzeit wird die Straße zum 4-spurigen Highway ausgebaut. Das dicht besiedelte Gebiet ist durchzogen mit Hochspannungsleitungen. Die größeren Städte sind Bergbaustädte zum Großteil sehr schmutzig, die Behausungen der schwarzen Bevölkerung am Rande der Städte sind größtenteils armselig.      ... weiterlesen...




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Teil IV >  Kangelesha - Kaoma           27.09. - 13.10.2015          1.089 km

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Der unberührte Westen

Die letzte größere Stadt auf unserem Weg in Richtung Westen ist Solwezi. Ab hier wird es noch ländlicher. In der westlichen Region Sambias regieren die „Chiefs“ und diese wiederum unterstehen den „Senior Chiefs“. Ähnlich der Landesfürsten regieren sie ihre, oft sehr großen, Distrikte. Königreiche gibt es nicht mehr. Viele von ihnen sind jedoch tatsächlich königlicher Abstammung und so ist auch der Umgang mit den „royal highnesses“ geprägt von großem Respekt und großer Verehrung. Wie gefestigt diese Strukturen nach wie vor sind, wird damit deutlich, dass 1x jährlich eine Konferenz der Regierung mit ca. 100 Chiefs stattfindet, in der über die Geschicke des Landes beraten und beschlossen wird.
 
Die Teerstraße ab Solwezi in Richtung Westen ist bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr gut. Zwei Tage fahren wir durch ländliche Gegend, vorbei an kleineren Dörfern ohne jegliche Infrastruktur und Angebot. Stellenweise gibt es nicht einmal Tomaten, nur das allseits beliebte Cassava.
 
In dem kleinen Ort Manyinga findet Anfang Oktober das Lukwakwa Fest statt, das wollen wir uns nicht entgehen lassen.      ... weiterlesen...




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Teil V >  Kaoma - Kazungula          13.10. - 31.10.2015          1.443 km

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Der Süden

Die heutige Millionenstadt liegt an der berühmten „Road to Cairo“ dieser imaginäre Traumstraße aller Afrikareisenden. 1905 wurde Lusaka als Bahnstation gegründet und bereits 1931 war es die Hauptstadt des Landes. Heute zählt Lusaka zu den am schnellsten wachsenden Städten Zentralafrikas mit allen Problemen einer rasanten Entwicklung. Insbesondere die ärmere Bevölkerung lebt in sogenannten Notvierteln rund um das eigentliche Stadtgebiet.
Wenn nicht unbedingt notwendig meiden wir diese Großstädte, doch natürlich gehören sie auch zu dem Land, das man bereist. Und dieses Mal gibt es einen besonderen Grund in die Hauptstadt zu fahren. Wir bekommen Besuch! Klaus Vater wird ab Lusaka für fünf Wochen mit uns fahren. Und bis zu seiner Ankunft gibt es noch viele Dinge zu erledigen.
 
In der Stadt kommen wir bei Fabian unter. Wir haben ihn in Chinyingi an der „swinging bridge“ kennen gelernt, er lebt und arbeitet hier und hat uns damals schon angeboten, dass wir in der Stadt bei ihm stehen können. Mehr als eine Woche verbringen wir mit ihm und seinen Freunden. Es war eine echt „coole“ Zeit, in der wir neben den Umbauten am LKW für den Besuch auch noch Zeit finden, um Party zu machen und ganz viele tolle Menschen kennenlernen.      ... weiterlesen...




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FAZIT

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Sambia – the real Africa ...

... eine Perle in Afrika, die sich mehr und mehr öffnet.
 
In einem Zeitraum von 2 Monaten haben wir Sambia quasi umrundet. Wir waren auf Strecken unterwegs, die nicht auf den klassischen Routen der Touristguides liegen.
 
Gleich vorne weg können wir sagen, dass Sambia, das Land der Wasserfälle und Sümpfe, immerhin entspringen zwei der mächtigsten Flüsse Afrikas in Sambia, eines unserer Lieblingsländer geworden ist. Es hat uns ausnehmend gut gefallen. Das Land hat so viel Ursprünglichkeit zu bieten, sei es in den weiten Flutebenen des Sambesi, in der Wildnis im Luangwa Tal oder im gänzlich unerschlossenen Norden. Das geht einher mit großartigen Attraktionen wie den Viktoria Fällen und den tollen Nationalparks South Luangwa und Kafue. Aufgrund der Höhenlage hat Sambia ein vergleichsweise angenehmes Klima.
 
Und wir hatten wirklich tolle Erlebnisse. Viele authentische und unverdorbene Begegnungen mit phantastischen Menschen, die nach alten Traditionen leben, auch teilweise sehr arm sind und uns dennoch unglaublich freundlich und herzlich aufgenommen haben. Nie fühlten wir uns „belagert“ oder bedrängt, ganz im Gegenteil. Die Menschen gehen sehr respektvoll auf einen zu. Immer nach dem Motto „Freunde schenken sich ein Lächeln“.
 
Das ganze Land ist sicher und friedvoll. Diesel, sofern es welchen gibt, ist überall im Land gleich teuer. Die Lebenshaltung ist, abgesehen von einheimischen Produkten, insgesamt vergleichsweise teuer. Die Parkeintritte und Campingplätze sind günstiger, als dies in Tansania und Kenia der Fall war. Abgesehen von den touristischen Hotspots wie South Luangwa Nationalpark, Viktoria Falls oder auf der Nord-Süd Route sind wenige Touristen im Land unterwegs.
 
Wir hoffen inständig, dass Sambia kein Massenziel wird, sondern ein Juwel für Afrikafreunde bleibt.



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