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Reisebericht Ruanda
09.11. - 20.11.2014


   Landesroute



Währung:
Diesel Pr
eis:
Einreise:
Ausreise:
Gesamt km:
Visum:


1€ = ca. 853 Ruanda Franc Stand 11/2014
1,14 €/Ltr 

Cyanika

Rusumu

878 
an der Grenze


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Teil I >  Cyanika - Rusumu        09.11. - 20.11.2014          878 km

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Im Vorfeld haben wir schon viel über Ruanda gehört. Sauber und aufgeräumt soll es da sein, sogar Plastiktüten sind dort verboten. Die Menschen sollen unfreundlich sein und auch die Grenzkontrollen würden sich langwierig und schwierig gestalten. Wir haben uns auf eine langwierige Einreiseprozedur und schlecht gelaunte Zollbeamte eingestellt, doch die Realität war anders. Die Grenze ist aufgeräumt, die Beamten freundlich und hilfsbereit, es fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Kann das wahr sein? So ist das eben mit Afrika, auf nichts kann man sich verlassen. Nicht mal auf die „richtige Straßenseite“, denn in Ruanda fährt man wieder rechts.
 
Wir sind sehr gespannt auf den kleinen Staat inmitten Afrikas und haben viel dazu gelesen.
Der deutsche Carl Peters, Führer der deutschen Ostafrikakolonie, begann seinerzeit mit einer rassistischen Einteilung der sozialen Gruppen als "Stämme" und die späteren belgischen Kolonialherren übernahmen dies ohne weiteres Hinterfragen. Bis dahin lebten die Einwohner mehr oder weniger friedlich miteinander. Heute teilen sich im Wesentlichen zwei Volksgruppen das Land: die Tutsis ca. (16%) und die Hutus (ca. 83%). Jahrzehntelang gab es immer wieder Streit zwischen diesen Gruppen Den Nullpunkt allerdings erreichte das Land 1994. In diesem Jahr fand einer der furchtbarsten Genozide statt, den die Welt je erlebt hat.
 
Am Abend des 6. April 1994 befand sich das Flugzeug des Staatspräsidenten von Ruanda, Juvénal Habyarimana, einem Hutu, im Anflug auf den Flughafen der Hauptstadt Kigali. Gegen 20.30 Uhr wurde die Maschine von einer Rakete getroffen. Keiner der Insassen, darunter auch der Staatschef von Burundi, überlebte den Absturz. Nur wenige Minuten später begannen Angehörige der Präsidentengarde, der Armee sowie Milizen mit der Ermordung von Angehörigen der Tutsi-Minderheit und gemäßigten oppositionellen Hutu, was für eine Vorbereitung von langer Hand spricht. Erste Todeslisten datieren von 1993. Als Drahtzieher des Attentates beschuldigten die Hutus die Tutsis.
 
Mit Knüppel, Schusswaffen hauptsächlich aber mit Macheten, zogen ganze Trupps hasserfüllt von Dorf zu Dorf, von Hütte zu Hütte und erschossen, erschlugen oder zerhackten ihre Nachbarn. In Kirchen wurden Männer, Frauen und Kinder, die dort Schutz suchten, auf bestialische, unfassbar grausame Weise niedergemetzelt. In den folgenden drei Monaten verloren bis zu eine Million Menschen, vor allem Tutsi, ihr Leben. Die Massaker gelten als größter Genozid der jüngeren Geschichte.  




                                                  
        



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Ruanda: Von Cyanika - Rusumu
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