Reisebericht Oman Teil III - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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Reisebericht Oman

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Teil III   >>  Salalah - Shishr           27.03. - 12.04.2013                 1232 km            
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Die Stadt empfängt uns mit üppigen, palmenbewachsenen Grünstreifen und jeder Menge Jugendstil Straßenlaternen. Gleich an der Einfahrt in die Stadt, am ersten Kreisverkehr können wir im Dhofar Governorate unser Visum verlängern lassen. Völlig unkompliziert, 3 Stationen sind zu durchlaufen, haben wir nach ca. 1 Stunde inkl. Wartezeiten unser neues Visum im Pass. Kosten pro Person 20 Omani Rial, zu bezahlen mit Visa-Karte. Wir orientieren uns ein wenig in der Stadt, finden einen neu eröffneten „Lulu", ein großes Shopping Center und lassen endlich mal unseren LKW gründlich waschen, der hat es dringend nötig. Als alles erledigt ist, besuchen wir die größte Moschee im Ort, die Sultan-Qaboos-Moschee. Ein wunderschönes, strahlend weißes Gebetshaus, das sehr geschmackvoll und ansprechend gestaltet ist. Man war nicht in Salalah, wenn man nicht durch den Weihrauch Souk geschlendert ist. Es duftet in allen Ecken und Winkeln. Den Handel im Souk haben die verschleierten Frauen fest in ihrer Hand. Wir kaufen ein Päckchen sehr gute Qualität von dem hellen Harz. Auf Nachfragen erklärt sie uns, dass man das Harz kauen oder in Wasser auflösen kann. Es hilft bei Magen-, Darm-, Nierenbeschwerden und Entzündungen. Gleich probiere ich. Es schmeckt zwar etwas bitter, aber fast wie Kaugummi. Weihrauch gilt als Heilmittel und soll den bösen Geist vertreiben. Die Frauen räuchern ihre Kleider und Übermäntel mit Jasmin süßem Räucherwerk oder Myrre und ziehen, wo immer sie gehen, betörende Duftwolken hinter sich her. Aber auch die mit schwerem Parfum getränkten Quaddeln an den Dishdashas der omanischen Männer machen klar, welchen Stellenwert Wohlgerüche in Südarabien haben. Schwerer Weihrauchduft kommt hier fast aus allen Geschäften. Während der Mitteleuropäer seine Geruchsnerven und die seiner Mitmenschen mit Wunderbäumen und überdosierten Synthetik Düften traktiert, können die Omanis solche Abartigkeiten nicht leiden. Für mich war Weihrauch bisher nur aus dem Gottesdienst und als Beiwerk zum Räuchern bekannt, mit meinem neuen Wissen allerdings stocke ich meinen Vorrat an Hausmittelchen auf. Der Boswellia Baum wächst wild, er kann nicht gezüchtet und nicht umgepflanzt werden. Außer im Oman wächst Weihrauch noch in Eritrea, Indien, Ägypten und Sudan. Die edelsten Weihrauchsorten jedoch gedeihen nur hier im Dhofar und den jemenitischen Nachbarregionen Mahra und Hadramaut. Die Ernte des Weihrauchs geschieht heute noch so wie vor 3000 Jahren. Bereits im 10 Jhdt. vor Chr. hat die Königin von Saba König Salomo mit Gold, Diamanten und Weihrauch beschenkt. Seit jeher war er sehr wertvoll und wurde mit Gold aufgewogen. Der internationale Handel mit Weihrauch erfolgte auf der berühmten Weihrauchstraße, der lukrativsten Handelsstraße der Antike. Aber erst ab Mitte des 2 Jtsds. v Chr., als das Kamel domestiziert wurde, durch die besonderen Fähigkeiten des Kamels, wurde es möglich die langen Wege durch die Wüsten zu meistern. Zwei drei Monate waren die riesigen Karawanen unterwegs, die auf hunderten Kamelen, den begehrten Weihrauch aus dem glücklichen Arabien quer durch die Wüste nach Palästina brachten, Hauptabnehmer waren die Römer. Die antike Weihrauchstraße reichte von Oman über den Jemen, parallel zur Küste des Roten Meeres durch Saudi-Arabien, vorbei an Mekka und Medina in das jordanische Petra, weiter ins Heilige Land nach Gaza und nach Alexandria. Ein Abzweig führte auf der anderen Seite nach Osten ins Zweistromland nach Mesopotamien. Die Kamelkarawanen brachten außer Weihrauch natürlich auch andere wertvolle Gewürze, Edelhölzer, Elfenbein, Edelmetalle und Seide ins Abendland. Diese Güter wurden von Seefahrern aus Indien oder Ostafrika heran transportiert und auf Kamele umgeladen. Seine Blütezeit erlebte der Weihrauchhandel zwischen dem 5 Jhdt. v Chr. und 1. Jhdt. n Chr. Die Araber nennen das klebrige Gold, das milchig-weiße Harz des Boswellia Baumes Luban. Unseren heutigen Schlafplatz finden wir am Ende der Corniche am Café de Paris. Hier gibt es sehr guten Kaffee und wir werden auch mit Internetanschluss versorgt. So können wir neben langen Strandwanderungen auch noch einige Dinge erledigen. Nach 3 Nächten verlassen wir Salalah, die Stadt der Kokospalmen, Bananenstauden und Papayabäume, den üppig tropischen Paradiesgarten, in Richtung Osten. Wir passieren Taqah, besichtigen das alte Schloss und kommen bis Khor Rauri nach Samhuram, den Ruinen einer antiken Hafenstadt. Wunderschön gelegen oberhalb einer Lagune in der Flamingos umher stacksen. Dahinter eine wunderschöne, einsam gelegene Bucht mit weißem Sandstrand. Dieses traumhafte, wunderschöne Fleckchen hat auf uns gewartet! Wir nutzen die Zeit zum Faulenzen, Baden, aber auch um den LKW innen mal so richtig sauber zu machen. Eines Morgens ziehen 43 Kamele gemütlich und erhobenen Hauptes direkt an unserem LKW vorbei, sie schenken uns kaum einen Blick, dicklippig zupfen sie das letzte Grün von Sträuchern und zwischen den Steinen hervor. Die Leitkuh gibt hin und wieder einen Laut von sich und die anderen folgen ganz leise und ruhig, man hört sie kaum. Die Zeit vergeht wie im Flug. Schweren Herzens verlassen wir unsere Bucht nach 4 Tagen, um zum Jebel Samhan aufzubrechen.

                                                  

Hinauf nach Tawi Attair führt eine gut ausgebaute Teerstraße. Hier oben leben die Jebalis. Ehemals Nomaden, heute sesshaft, leben sie von Rinder-, Kamel- und Schafzucht. Runde aufgehäufte Steinwälle markieren ihre alten, inzwischen meist aufgegebenen Felder auf denen sie Getreide und auch Futtermittel anbauten. Heute kaufen sie es günstiger ein. Das Weidegebiet geht hinauf bis zum höchsten Punkt. Am Rande dieser riesigen Hochebene bricht das Plateau nahezu senkrecht in die Küstenebene ab. Der Ausblick nach unten ist faszinierend. Kurz entschlossen bleiben wir die Nacht hier oben. Über Tawi Attair geht es hinüber zum Wadi Hinna, das in unserem Buch sehr gut beschrieben ist. Nur leider ist eine neue Teerstraße und ihre Serpentinen so tief in den Stein gearbeitet, dass man aus diesem „Hohlweg" recht wenig von den Baobabbäumen sieht, die sonst nur in Afrika heimisch sind, und wegen denen das Wadi Hinna bekannt ist. Wieder am Meer angekommen machen wir einen Abstecher in die alte Hafenstadt Mirbat. Die Stadt hat außer einem alten Hafen, in dem einige Dhaus aus den Emiraten vor Anker liegen, nichts zu bieten. Vom Glanz der ehemaligen Handelsstadt ist nichts mehr zu sehen und zu spüren. Die alten Häuser verfallen oder sind mittlerweile Neuen gewichen. Wir fahren zurück nach Salalah, um von dort in den Norden aufzubrechen. In die Berge, in das Ausflugsgebiet der Städter, wo das Klima angenehmer und kühler ist, als in der tropischen Stadt am Ozean. Es ist ein kurviger Anstieg in das Hügelland des Dhofar. Bis vor 25 Jahren herrschte hier Bürgerkrieg. Am Weg besichtigen wir das Mausoleum von Hiob, dem einzigen Propheten, der sowohl im Islam als auch bei den Christen bekannt ist. Barfuß tritt man in ein in einen schlichten Raum aus Betonwänden. Ein alter Mann bröckelt Weihrauchharz in die glimmende Kohle. Unter einem grünen Tuch ist das einfache Grab Hiobs verborgen.
Die Hochebene im Norden Salalahs ist zu dieser Zeit eine karge Gegend, kaum vorstellbar, dass hier nach dem Monsun im Sommer alles grünt und blüht. Am Nachmittag biegen wir auf einer teilweise gut zu befahrenden Schotterpiste ab ins Wadi Ayoon. Hier soll es Weihrauchbäume geben. Überrascht stellen wir fest, dass wir keine Ahnung haben, wie denn die berühmte Pflanze eigentlich aussieht. Sofort gerät jedes Bäumchen, das vereinzelt in der Landschaft steht, unter Weihrauch-Generalverdacht. Beäugt von frei laufenden Kamelen, werden wir fündig. Einige knorrige, fast wachsartige Bäume wachsen in einem trockenen Wadi aus dem Kalkstein und schwitzen dicke Harztropfen aus. Ob diese hier geerntet werden, wissen wir nicht. Das Wadi Ayoon ist eine tiefe Schlucht mit fast senkrecht aufragenden Wänden. Für uns ist hier erneut ein traumhafter Schlafplatz, hoch über dem Canyon, über einer sprudelnden Quelle, die tief unten einen See gebildet hat, dicht mit Schilf bewachsen. Man könnte die Schlucht bewandern, nur Klaus‘ Knie ist immer noch nicht in Ordnung. So „begnüge" ich mich mit einer Wanderung über das Plateau am frühen Morgen kurz nach Sonnenaufgang. Der duftende Kaffee erwartet mich daraufhin schon. Um nicht den gleichen Weg wieder zurück nach Salalah nehmen zu müssen, fahren wir eine Schlaufe, vorbei an armseligen Weilern der Jebalis und an vielen alten knorrigen Weihrauchbäumen. Wir verfahren uns kurz einmal mangels guten Kartenmaterials und finden dann die ruppige, im Neubau befindliche, Piste, die uns sehr steil aus den kühleren Bergen in die Tiefebene in Richtung Stadt bringt. Bevor es weiter in den Westen des Landes, in Richtung jemenitische Grenze geht, gönnen wir unserem LKW einen Servicestopp. Nach dem schlechten Diesel im Iran und den vielen „Quälereien" hier und da, ist ein Öl- und Dieselfilterwechsel fällig und bei der Gelegenheit lassen wir gleich auch noch ein paar andere Kleinigkeiten reparieren. Die MAN Werkstatt in Salalah ist beeindruckend. Es wird sehr professionell gearbeitet. Überhaupt, so scheint es zumindest, hat MAN in Sachen LKW‘s im Oman die Vorreiterschaft. Trotzdem es bereits Nachmittag ist, als wir die Werkstatt verlassen, fahren wir weiter nach Mughsayl, in Richtung jemenitische Grenze. Hinter dem Fischerort beginnt die sogenannte Zick-Zack-Straße, die Strecke auf den Jebel al Qamar, eine der spektakulärsten Bergstrecken in ganz Oman. Die nächsten 80 km wurden in den Jahren 1985-89 von 1500 Arbeitern in die Landschaft „geschremmt". Allein die Versorgung der Arbeiter in dieser Gegend war eine logistische Meisterleistung. Die Straße macht ihrem Namen alle Ehre, in super engen Haarnadelkurven geht es steil die Berge hinauf und wieder hinunter. Ganze Steilhänge wurden mit Drainagen versetzt und anschließend mit Gittern und Beton gegen Erdrutsche gesichert. Die Landschaft um den Jebel Qamar ist grandios, tiefe Schluchten in Richtung Norden, der Blick aufs Meer in Richtung Süden. Wir passieren einen Militär Checkpoint, durch den wir durchgewunken werden. Danach ist die Strecke ein Stück recht unspektakulär, vorbei an einigen Dörfer, viel Viehzucht, viele Kamele und eine spärlich bewachsene Hügellandschaft. Die Menschen, die hier leben, profitieren ganz stark von der neuen Straße. Früher kam man nur zu Fuß, mit dem Boot oder über weite Umwege durch das Landesinnere in diese Gegend. Jetzt ist man schnell in Salalah und so ist die Versorgung der vielen Menschen gesichert. Der Nähe zum Jemen ist geschuldet, dass es in dieser Gegend viele Militärstationen gibt. Erneut müssen wir einen Check Point durchfahren und es werden Pässe und Fahrzeugpapiere kontrolliert und in ein Buch eingetragen. Danach folgt ein weiterer spektakulärer Abschnitt der Strecke. Wieder geht es in engen steilen Kurven hinunter in einen Canyon und auf der anderen Seite hinauf. Noch ein kleiner Ort und wir stehen plötzlich vor dem streng kontrollierten Grenzübergang in den Jemen. Schwer zu glauben, dass es, ungefähr 200 Meter weiter, mit der Sicherheit für uns Touristen vorbei sein soll. Nach kurzer Mittagspause fahren wir zurück, nehmen aber die am Meer entlang führende Straße in den Fischerort Dhalkut. Eine Schule, ein paar kleine Läden und Restaurants und ein sehr langer und völlig ungenutzter weißer Sandstrand. Mehr gibt es hier nicht. Am nächsten Morgen, nach dem vergeblichen Versuch an der einzigen Tankstelle in dieser Abgeschiedenheit Diesel zu bekommen, fahren wir zurück in Richtung Salalah. Den gewünschten Diesel bekommen wir an einem „Food stuff & luxury" Shop aus Kanistern. Am Militärcheckpoint fragt man uns wie es uns gefallen hat und winkt uns freundlich durch. Ein paar Kilometer weiter biegen wir in Richtung Norden ab und verlassen die Küste und somit auch die Gegend um Salalah.





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Die Kieswüste, die wir durchfahren ist zerklüftet von vielen Wadis und Canyons. Völlig menschenleer, nur ein riesiges Militärgelände, an dem wir lange vorbei fahren, ansonsten nichts. Der Jemen ist eben nicht weit. Eine grandiose, eine fantastische Landschaft. Wilde zerklüftete Wadis, schwarze, von Wüstenlack überzogene, Steinebenen. Erst auf einer Piste aus üblem Wellblech, dann querfeldein, vor uns die Ausläufer der Rub al-Khali, die mit ihren ersten großen Dünen auf sich aufmerksam macht. Kurz vor der Oase Hashman, biegen wir einfach in das Dünenfeld ab. Leider wird uns der Abend durch eine riesige, etwa 12 cm große Beule im linken Hinterreifen vermiest. Wie kommt den so etwas zu Stande? Wir lassen gleich etwas Luft ab, aber die Beule bleibt. Gestern die Wasserpumpe, heute der Reifen. Es wird eben nie langweilig. Nichtsdestotrotz sitzen wir lange unter dem Sternenhimmel zwischen den Dünen, leider vergrault uns ein starker aufkommender Wind bald nach innen. Am nächsten Morgen schleichen wir querfeldein in Richtung Hashman. Wir hoffen, dort in der letzten Oase vor der großen Wüste „ein paar helfende Hände" zu finden. Die Sonne brennt. Morgens um 10:00 Uhr hat es bereits 36 Grad. Wir haben Glück. Wir fragen einfach den ersten Menschen den wir sehen, und werden von dem älteren Herrn zu einem „Laden-Restaurant-Wäscherei-Reifenwechsel" gebracht. Diesen Rundum-Service bieten 2 junge Pakistanis an, die uns sofort behilflich sind, den Reifen zu wechseln und unseren Ersatzreifen auf die übrige Felge zu montieren. Mit vereinten Kräften ist alles nach 2 Stunden wieder eingepackt und erledigt. Neugierig stechen und schneiden wir die Blase in dem kaputten Reifen auf. Die verklebten Gummischichten der Reifenwand haben sich voneinander gelöst und dazwischen hat sich eine Luftblase gebildet. Wir haben so etwas noch nie gesehen. Neugierde befriedigt, jetzt können wir weiterfahren.
Unser nächstes großes Ziel, ist das „Leere Viertel", die Rub al-Khali. Sie ist die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. 650.000 km² bedeckt mit Sand und hin und wieder Steinen. Extreme Temperaturschwankungen und das fast völlige Fehlen von Oasen machen die Wüste zu den einsamsten Regionen der Erde. Was ihr den Namen gab: Rub al-Khali, das Leere Viertel. Als gewaltigen Faltenteppich aus Sand haben Wind und Erosion an den unsichtbaren Grenzen Saudi-Arabiens, des Jemen und des Oman das größte Dünenmeer der Welt aufgetürmt. Die Wüste umfasst das südliche Drittel der Arabischen Halbinsel und beherbergt mit Al-Ghawar eines der größten Ölfelder der Welt. Auf omanischer Seite kann man zumindest die Ausläufer dieser grandiosen Wüste relativ leicht erreichen. Auf einer alten Militärpiste, an deren Rand bisweilen ein Überholverbotsschild in vollständiger Einsamkeit als Witz ohne Worte auftaucht, vorbei an wunderschön geschwungenen roten hohen Sanddünen, fahren wir hinein in die Rub al-Khali. Wir um zirkeln kleine Wanderdünen, die sich quer über die, tief in den Sand eingegrabenen, Fahrspuren schieben. Hinter jeder Kurve werden die Dünen höher und die Felder der zusammenhängenden Dünen größer. Mit 280 PS wühlt sich unser „Shumba" durch den weichen Sand. Schließlich sind wir mitten drin in der Rub al Khali, dem „Leeren Viertel". Ca. 50 Kilometer hinter Hashman bleiben wir zur Nacht stehen. Eine unglaubliche Stille umgibt uns. Der Lohn der Mühe ist ein einsames Dünental so ganz für sich alleine. Falsch gedacht! Am nächsten Morgen, wir sitzen gerade beim Frühstück, kommt ein Pickup aus den Dünen direkt auf uns zu, 2 Männer und 2 junge Burschen. Sie sind mindestens so überrascht wie wir. Was wir hier machen, wo wir hin wollen, ob wir Probleme haben? Mit ein paar Brocken Englisch erläutern sie uns, was wir ohnehin wissen, mit dem schweren LKW kommen wir nicht viel weiter und ohne ein zweites Fahrzeug ist es viel zu riskant. Diese Wüste können wir nicht durchfahren, wir können nur „hinein-schnuppern". Spätestens nach weiteren 70 Kilometern wäre es für uns aus, die Dünen zu hoch. Sie selbst züchten dort in der Wüste Kamele, lacht der Älteste und zwinkert hinter der modischen Ray Ban Brille hervor. So schnell wie sie gekommen sind, steigen sie wieder ein und sind auch schon auf dem Weg in das nächste Dünenfeld. Wir frühstücken ruhig zu Ende, genießen diese fantastische Athmosphäre und machen uns dann erneut auf den Weg durch die Dünen. Es ist wie eine neue Strecke, alles sieht anders aus, unsere Spuren vom Vortag sind weg, der Wind hat die Nacht über ganze Arbeit geleistet. Der Aufwand hat sich gelohnt. Dieses abgelegene Gebiet gehört für uns zu den schönsten und eindrucksvollsten Landschaften Omans. Die Menschen eher wortkarg, aber sehr hilfsbereit. Wir passieren erneut die Oase Hashman, lassen sie hinter uns. Die Piste, die wir gekommen sind, ist ebenfalls verweht. Wir orientieren uns nach dem Ort Shishr und erleben eine Überraschung: 1 Haus, 1 Tankstelle, 1 Mensch, sonst Nichts. In der Nähe, hier in den Ausläufern der Rub al-Khali, hat man vor einigen Jahren eine archäologische Entdeckung gemacht, von der man ausgeht, dass es das versunkene Ubar sein soll, die Reste einer Karawanenstation. Shishr war der letzte Ort vor der großen Wüste mit Wasservorkommen, hier konnten die Karawanen ihre Vorräte auffüllen. Es soll ein Zentrum des weltweiten Weihrauchhandels gewesen sein, und die Funde gehen 5000 Jahre zurück. Für uns Laien nicht wirklich sehenswert. Die Piste Richtung Teerstraße nach Norden ist gut gerichtet und so kommen wir schnell voran.




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