Reisebericht Oman Teil IV - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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Reisebericht Oman

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Teil IV   >>  Shishr - Grenze Hafeet / Al Ain           13.04. - 28.04.2013              2043 km     ___________________________________________________________________________________

Die Fahrt durch die endlose weite Ebene vertreiben wir uns mit dem Hören von Comedy und Podcastsendungen. So vergeht die Zeit schneller. Unterwegs treffen wir eine junge Bludenzer Familie und unterhalten uns lange. Sie sind mit ihrem Allrad VW-Bus LT 40 und 2 kleinen Kindern, Max und Milla, bereits seit 10 Monaten, unterwegs auf ähnlicher Strecke wie wir. In Hayma zweigen wir nach kurzem Versorgungsstop ab in Richtung Küste. Diesen Abschnitt sind wir schon gefahren, allerdings, jetzt in die Gegenrichtung, schaut alles unbekannt aus. In Al Ashkharah biegen wir ins Landesinnere ab. Die schön geschwungenen Dünen der Wahiba Wüste, die sich bis ans Meer ausdehnen, begleiten uns. Nur die Steinhaufen dazwischen vermitteln ein wenig den Eindruck einer Mondlandschaft. Nach der langen Fahrerei freuen wir uns darauf wieder was zu unternehmen und unter Leute zu gehen. Es ist heiß, sehr heiß. Die letzten Tage hatten wir bis zu 39 Grad, jetzt hier in Bani Bu Ali sind es sogar 41 Grad, Gott sei Dank mit geringer Luftfeuchtigkeit und so ist die Hitze ganz gut auszuhalten. Wir besichtigen die Reste eines alten, in Privatbesitz befindlichen, Forts und eine schöne, alte, vollständig renovierte Moschee aus dem 11. Jhdt mit 52 Kuppeln. Im nächsten Ort, einer kleinen netten Stadt, namens Bani Bu Hassan, übernachten wir auf dem Parkplatz des großen Forts, das wir gleich am nächsten Morgen besichtigen. Der Wärter lädt uns zu Khawha (Kaffee mit Kardamon) und Datteln ein und es entwickelt sich ein nettes Gespräch. Erst gegen mittag fahren wir weiter nach Al Kamil. Ebenfalls eine alte Stadt mit vielen Lehmhäusern und hohen Windtürmen. Bei unserem Rundgang stoßen wir auf bröckelnde Fassaden und Ruinen. So allmählich kommen die Lehmhäuser alle Weg, sie gehen bei Regen kaputt und keiner hat mehr Lust sie zu erhalten. Doch mittendrin stehen wir plötzlich vor einem alten, sehr schön renovierten Schloss, einem Privat Museum. Wir lernen den Besitzer kennen, Khalfan al Hashmi, ein Mitvierziger, der uns gleich zu Kaffee und Datteln, und später sogar zum Mittagessen einlädt. Wir unterhalten uns lange und intensiv. Er erzählt uns, dass das Schloss, das bereits seinem Großvater gehört hat, bis vor einigen Jahren an die Regierung als Verwaltungssitz „vermietet" war. Die Familie hat es dann von der Regierung zurückbekommen und er hat damit seinen Traum, ein Museum zu führen, verwirklicht. Er erzählt uns von seiner Familie, die auch sehr eng mit Sultan Qaboos bekannt ist. Er selbst hat längere Zeit in Muscat im Dienste des Sultans gearbeitet. Einige Bilder im Eingangsbereich des Museums zeugen davon. Alles ist sehr sauber und gepflegt. Das Schloss wurde zwei Jahre lang restauriert und liebevoll ausgestattet. Die teilweise seltenen Stücke stammen entweder aus Familienbesitz oder er hat sie persönlich auf vielen Reisen durch das Land zusammengetragen. Sein Vater ist Sheikh dieser Region, und wenn er stirbt übernimmt Khalfan diese Rolle. Um das Museum will er sich dennoch weiterhin persönlich kümmern. Nach drei Stunden verabschieden wir uns ganz herzlich. Wieder zurück auf der Hauptstraße biegen wir in Richtung Sur ab. Die Strecke führt durch eine leicht bergige Gegend und bei erneut 41 Grad und starkem Wind nähern wir uns der bedeutenden Hafenstadt. Vom Glanz der alten Tage ist wenig zu spüren und doch merkt man an den reich verzierten Häusern, dass hier viel Handel getrieben wurde und die Menschen so zu Wohlstand gekommen sind. Sur war lange Zeit Zentrum des Dhaubaus und wichtigster Hafen für Schiffe aus Indien und Ostafrika. Von hier aus wurde verladen und verteilt ins Landesinnere. Am Abend treffen wir Marlies und Fabian aus Wien. Wir haben die beiden auf der Fähre von Iran in die Vereinigten Arabischen Emirate kennengelernt. Sie waren zwischenzeitlich zwei Monate mit dem Rucksack in Indien unterwegs und bereisen jetzt mit ihrem Mercedes G-Modell den Oman. Es gibt so viel zu erzählen und auszutauschen. Und so wird der Abend hinterm Leuchtturm von Al-Ayja, direkt am Meer mit Blick auf Sur, recht kurzweilig. Nach einem üppigen Frühstück am nächsten Tag, schliesslich war die Nacht kurz, schauen wir uns kurz Sur an, kaufen ein und machen uns auf den Weg Richtung Norden direkt an der Küste entlang. Kurz hinter Tiwi biegen wir in die Berge ab. Wir wollen versuchen der Hitze und Schwüle am Meer etwas zu entkommen und haben dafür das Salmah Plateau ins Visier genommen. Eine fantastische, aber sehr sehr(!) steile Piste führt in sehr sehr(!) engen Haarnadelkurven nach oben. An einem Aussichtsplatz halten wir. Hier ist es schön, wir bauen unser Lager auf, grillen und „ratschen" lange bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen lassen wir uns richtig Zeit und entscheiden dann, den Tag hier oben, auf 1100m mit Blick auf die Küste, zu verbringen. Es ist zwar heiß, aber trocken und so ist es im Schatten sehr gut auszuhalten. Wir schmökern, besprechen die weitere Route, kochen oder dösen vor uns hin.
Ausgeruht und entspannt starten wir am folgenden Tag und überqueren, auf teils wieder sehr steiler Piste, das Salmah Plateau. Zunächst geht es weiter hinauf auf fast 1800m, bei Al Jaylah passieren wir viele Bienenkorbgräber. Solche haben wir schon bei Wadi Damm gesehen, sie deuten darauf hin, dass hier schon lange vor unserer Zeit Besiedelung stattgefunden hat. Es ist eine rauhe und unwirtliche Gegend, die bis vor einigen Jahren nur per Esel, zu Fuß oder im Ernstfall mit Helikopter zugänglich war. Die gesamte Strecke, in unserem Reiseführer nicht zu finden, ist wunderschön. Die Gesteinsfarben wechseln im Laufe der Fahrt zwischen schwarz, grün, rot und hell, und das in einer grandiosen Berglandschaft, wie aus Papier gefaltet, zackig und schroff. Unten angekommen nimmt uns ein breites Wadi auf und führt weiter nach Ash-Shariq. Von dort geht die Piste durch das Flussbett des Wadi Khabbah. Dieses Flussbett führt ganzjährig Wasser, daher ist es sehr grün, aber auch sehr heiß und sehr schwül. Ab Ghuburah ist die Straße auf der Karte zwar nur gestrichelt eingezeichnet, tatsächlich aber ist es eine perfekte Teerstraße auf der wir in Richtung Qifayfah schnell vorankommen. Auf der Suche nach einem Schlafplatz machen wir einen Abstecher in das Wadi Sumail, wo wir in einem riesigen Palmenhain direkt unter dem großen Fort übernachten, das wir auch noch kostenlos besichtigen dürfen. Der Blick über das große palmenbestandene Wadi, die Berge im Hintergrund ist fantastisch. Am nächsten Morgen trennen sich unsere Wege. Marlies und Fabien fahren nach Muscat in die Autowerkstatt. Wir fahren ebenfalls dorthin, allerdings zum Sightseeing.

                                                  

       

Die Hauptstadtregion, genannt Capital Area, ist gewöhnungsbedürftig. Viele kleinere Städtchen sind zu einer Großstadt zusammengewachsen. In der vorwiegend bergigen Gegend liegen einzelne Stadtteile getrennt voneinander in Talkesseln, die Orientierung ist auf Anhieb nicht ganz einfach, kein Großstadtcharakter, keine Hochhäuser wie in Dubai zieren das Stadtbild. Muscat zeigt sich eher ländlich und bescheiden mit baumbestandenen Straßen, akribisch gehegten Blumenbeeten, saftigen Palmenhainen und strahlend weißen Häusern. Seit ein paar Jahren gibt es ein riesiges modernes Opernhaus, das erste der Golfregion. Alles ist sauber und gepflegt. An den Arbeitspalast des Sultans kommt man ohne weiteres bis zum großen Tor heran, eine daneben postierte Wache lächelt freundlich. Wer Sultan hört, denkt schnell an Glamour und Prunk. Alles falsch. Das in den 1970ern errichtete Palastensemble nimmt zwar einen beträchtlichen Teil der Altstadt von Muscat ein und glänzt blitzsauber, ansonsten aber, drum herum, sieht man nur bescheidene Häuser. Keine pompösen Boulevards nur der sorgsam gestutzte Rasen leuchtet in kräftigem Grün. Alles ganz unaufgeregt und entspannt. Vielleicht ist auch deswegen der Sultan so populär im Land. Wir schlendern durch den Souk von Mutrah, fahren die Corniche entlang hinüber nach Muscat, übernachten direkt unter dem Wahrzeichen der Stadt, einem riesigen Weihrauchbrenner auf einem Hügel über der Bucht von Mutrah. Wir besichtigen das, mehrmals als bestes Hotel des Nahen Ostens ausgezeichnete Hotel, Bustan Palace. Von aussen eher unscheinbar, von innen eine, mit vielen Kristallleuchtern ausgestattete, Riesenhalle. Die Qualität des Hotels bekommt man schon zu spüren, wenn man wie wir „nur seinen Nachmittagstee einnimmt". Wie muss es erst sein, wenn man sich hier einmietet? Von den wenigen Sehenswürdigkeiten, die Muscat zu bieten hat, steht die Sultan Qaboos Grand Moschee an erster Stelle. Sie galt lange als die drittgrößte Moschee der Welt, mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Menschen im Gebetsraum und Platz für weitere 10.000 Menschen auf dem Vorplatz. Dieser Rang wurde vor ein paar Jahren von der, in Abu Dhabi neu erbauten, „Sheikh Zayed Grand Mosque" abgelöst. Die Moschee ist ein faszinierendes Bauwerk. Geschwungene Minarette, eine beige-goldfarbene Kuppel, feine Stuckarbeiten an den Fassaden, die Moschee präsentiert sich vollständig in strahlendem weiß. Der Marmorboden glitzert, als wenn er gerade gebohnert worden wäre. In der Mitte des riesigen Gebetsraumes hängt ein mächtiger Kristallleuchter und gibt dem Innenraum etwas Erhabenes. Die Besuchszeiten werden strikt eingehalten, Punkt 11:00 Uhr werden die Pforten geschlossen. Wir verlassen die Stadt Richtung Norden, vorbei an bekannten Städten wie Nakh’l und Awabi, um kurz danach in eines der bekanntesten Wadis im Oman abzubiegen, ins Wadi Bani Awf. Auf dem Weg dorthin sehen wir in den, sonst trockenen, Bachbetten zahlreiche Ausflügler, die die, durch die Gewitter der letzten Tage entstandenen, Pools zum Baden und Erfrischen nutzen. Jahrelang führte die Strecke durch das Wadi hinauf auf die andere Seite des Jebel Akhdar Gebirges direkt durch das Flussbett. Jetzt wird eine befestigte Straße gebaut, die den zahlreichen Überflutungen, die nach starken Gewittern immer wieder vorkommen, stand hält und es so den Menschen, die im Wadi leben, ermöglicht, die Verbindung aufrecht zu erhalten.




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Wir wollen eine große Runde fahren. Hinein in das Wadi Bani Awf, an der großen Abzweigung hinüber in das enge Wadi Sathan über die Stadt Rustaq erneut in das Wadi Bani Awf und hinauf auf den Jebel Akhdar, um von dort über die Berge die Strecke in die Vereinigten Arabischen Emirate anzutreten. So der Plan. Wadi Sathan ist an vielen Stellen eine sehr enge Schlucht, die vielerorts ganzjährig Wasser führt und unter anderem deswegen Lebensraum zahlreicher Menschen geworden ist. Unterwegs verbringen wir die Nacht auf einer Anhöhe vor einem kleinen Dorf. Da für die nächste Tagesetappe keine lange Strecke geplant ist, lassen wir uns am nächsten Morgen Zeit mit dem Frühstück. Am Himmel sind Wolken und irgendwo hinter den Bergen scheint es zu gewittern, irgendwann unterwegs fängt es an zu tröpfeln. Auf der steinigen Piste passieren wir kleine Dörfer, in ihren Palmengärten spielen Kinder. Am Ende des Wadi angekommen, wir fahren raus aus dem Flussbett in den Ort Tabaqah und machen eine kurze Pause, fängt es an, in Strömen zu regnen. Wahre Sturzbäche kommen innerhalb von Minuten die Felshänge der Berge herab. Wir trauen unseren Augen nicht! Wo wir vor 20 Minuten noch ruhig im Wadi gefahren sind, ist jetzt ein reissender Fluss! Die Piste, die wir gefahren sind, existiert nicht mehr! Neugierig fahren wir in alle Richtungen des Ortes, doch der ist rundherum durch reißende Flüsse von den weiterführenden Straßen abgeschnitten. Auf beiden Seiten dieser Flüsse stehen Menschen, entweder weil sie nicht zu ihren Familien und zu ihren Häusern durchkommen oder aus Neugierde, einfach um zuschauen, wie sich die Lage entwickelt. Wir sitzen fest in Tabaqah und suchen uns einen Schlafplatz im Ort. Erst spät am Abend läßt der Regen langsam nach. Am nächsten Morgen, schon früh, hören wir Raupen im nahen Flussbett. Sie fangen an, das Schlimmste zu beseitigen und die Zufahrt in die Dörfer wieder zu ermöglichen. Nach dem Frühstück fahren wir aus Interesse ein Stück zurück in das Wadi Sathan und sehen das Ausmass der großen Verwüstungen. Baumstämme und Schlamm wird beseitigt, an vielen Stellen muß die Piste neu geschaffen werden. Nur mühsam kommen die Menschen voran. Wir kehren um, wir wollen nicht auch noch zum „Verkehrschaos" beitragen. Alle Seitentäler sind natürlich ebenfalls vom Wasser geflutet, teilweise fliesst das Wasser immer noch. Angesichts solcher Bilder wird einem schon klar, warum die Straßen und Wege zu den Dörfern und Oasen in den Wadis durch befestigte Straßen ersetzt werden. Die vielen Menschen, die hier leben sind Ruckzuck von der Versorgung, Schulen usw. abgeschnitten. Natürlich „leidet" aus unserer Sicht die Ursprünglichkeit dieser fantastischen Landschaften unter diesen Baumassnahmen, nur wir sind hier nur zu Gast, wir müßen nicht hier leben. Seit fast einer Woche ist es immer wieder bewölkt und es regnet täglich. Wir erfahren, dass Ende April bis Anfang Mai gerne eine Schlechtwetterperiode über das Land zieht. Es hat abgekühlt auf 26 Grad, für uns richtig angenehm. Der Besuch von Wadi Bani Awf ist somit buchstäblich ins Wasser gefallen. Die geplante Runde können wir unter diesen Umständen nicht fahren. Es wäre viel zu gefährlich. Auf der Hauptstraße angekommen, halten wir uns in Richtung Westen. Zwischen schroffen und steilen Gebirgshängen an der Nordseite des Jebel Akhdar fahren wir durch die sogenannte Batinah-Ebene. Bald hat es wieder 33 Grad und mal wieder strahlenden Sonnenschein. Unser Visum ist noch zwei Tage gültig. Vielerorts sind die Menschen mit Aufräumarbeiten beschäftigt und das nächste Gewitter liegt schon wieder in der Luft. Kaum gedacht passierts auch schon, erneut gießt es wie aus Eimern. Und so verbringen wir den Nachmittag damit, eine passierbare Straße nach Norden zu finden. Alle Wadis sind überflutet, viele Straßen überschwemmt. Zum Großteil können wir durchfahren. Einmal warten wir mehr als 2 Stunden an einer Teerstraße auf den Scheitelpunkt der Flut, bis wir das Wasser queren können. LKW’s, die versucht haben durchzukommen, stecken im mitgeschwemmten Sand und Geröll, das Wasser bis zum Fahrerhaus, fest. Bald steht fest, dass wir heute wieder nicht weit kommen, wir sitzen erneut auf einer „Insel". In der Ortschaft Al-Arid bleiben wir in einem Wohngebiet für die Nacht stehen. Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne und wir starten einen neuen Versuch und machen uns auf die Strecke nach Norden, in Richtung Yangul/Sohar, um dann eine Querverbindung nach Buraimi zu fahren. Auf den Straßen überqueren wir die Reste der Überschwemmungen, Geröll und Sand wird von Raupen und Bagger beseitigt. An einem Abzweig nach Buraimi biegen wir ab. Die Strecke ist auf keiner unserer Karten eingezeichnet, aber das muss ja nichts heissen. Zunächst, auf schmaler sehr guter Teerstraße, kommen wir zügig voran. Doch bereits im nächsten Dorf endet die Teerstraße und eine Schotterpiste beginnt. Sie scheint unter dem vielen Regen nicht sehr gelitten zu haben und so fahren wir weiter. An einem Abzweig biegen wir falsch ab und stehen plötzlich im Hof eines Ziegenbauern. Herzlich werden wir zu Kaffee und Datteln eingeladen. Stolz zeigt man uns die vollgelaufenen glasklaren Pools des unterhalb des Hauses liegenden Wadis. Mit Händen und Füssen und mit lachendem Gesicht erklärt er uns, dass er jetzt nach Herzenslust Baden und Plantschen kann. Der wilde Oleander blüht in den Wadis. Wir müssen ein Stück zurück und dann nach rechts erklärt er uns. Im Schritttempo winden und schrauben wir uns Kurve um Kurve hinauf und hinab durch eine wunderschöne schroffe, bergige Gegend über Geröll und grobe Steine, durch die Auswaschungen der letzten Tage. Die Strecke führt durch eine für uns faszinierendste Landschaft im Oman, dem Wadi Uqaybah. Es ist ganz nach unserem Geschmack, richtig abseits der touristischen Pfade. Ein tolles Highlight an unserem letzten Tag im Oman. Die Steine glitzern in den unterschiedlichesten Farben. Später verfahren wir uns erneut, kommen in ein „kleines" Dorf, 3 Häuser, 1 Moschee völlig überraschte Gesichter, sogar die Frauen treibt es bei unserem Anblick aus den Häusern. Wieder will man uns einladen. Wir müssen leider ablehnen, der Himmel ist schon wieder dunkel und wir müssen heute ausreisen unser Visum läuft aus. Es ist so schade, das hier ist Oman pur!
Wir sind irgendwo in den Bergen, fahren durch Flussbette und auf Pisten, wir folgen einer Spur. Ein Fahrzeug ist heute schon hier gefahren und wieder tröpfelt es. Plötzlich ist die Piste weg, abgebrochen, weggespült. Nein, wir müssen nicht zurück. Es geht links durch ein Bachbett, die Spur führt dort weiter. An einer Polizeistation treffen wir dann auf die Hauptpiste, sie gestrichelt in unserer Karte eingezeichnet. Sie ist nicht unbedingt besser, aber breiter und befahren. Der Himmel ist wieder heller, der Regen ist vorbei. Nach weiteren 30km treffen wir dann auf die Teerstraße Richtung Buraimi und nach weiteren 20km stehen wir an der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Hafeet. Nach 2 Monaten Oman verlassen wir dieses fantastische Land für eine kurze Zeit. Ein kleines Stück Oman haben wir ja noch vor uns, die Enklave im Norden der Arabischen Halbinsel Musandam. Die Wadis werden trocknen, die Räumtrupps werden die Straßen frei räumen und bald wird es wieder heiß sein. Ein bisschen wehmütig lassen wir das völlig reibungslos stattfindende Ausreiseprozedere „über uns ergehen". Shukran Oman! M’aleikum salam, Oman!
Im Dunkeln in Al Ain angekommen, verbringen wir die Nacht auf dem Parkplatz eines Shopping Centers, wo wir Essen gehen. Bald schlüpfen wir müde in unsere Betten. Die Fahrerei war heute sehr anstrengend und wieder regnet es. Morgen geht es zurück nach Dubai, wo wir erneut einige Zeit verbringen wollen. Wir werden unsere Weiterreise nach Afrika vorbereiten, einige Bekannte treffen, Reifen besorgen, Werkstatttermine wahrnehmen usw.




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