Visum Saudi Arabien - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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... VAE - Sackgasse für Afrika Reisende?
                                          22.02.2014
          - oder - der Aufwand ein Visum für Saudi Arabien zu bekommen


Seit 28. Oktober 2013 sind wir aus unserem Heimaturlaub zurück in Dubai. Zu Beginn waren wir sehr beschäftigt, unseren Shumba wieder startklar zu machen und uns wieder einzurichten. Und, da wir sehr zuversichtlich waren über Kontakte, bzw. mit genügend Ausdauer, ein Visum durch Saudi Arabien zu erhalten, haben wir es zu Beginn auch langsam angehen lassen. Jetzt, mehr als 90 Tage später sind wir dann doch sehr ernüchtert und stellen fest, an unsere Grenzen zu stoßen. Es ist schwer zu verstehen, dass einem im 21. Jhdt. die Reise durch ein Land scheinbar verwehrt wird, noch dazu, wenn die Botschaften desselben Landes in anderen Ländern die Durchreise genehmigen. Der Gedanke an Willkür kommt einem da schnell in den Sinn.

Hier die Geschichte von Beginn an:

Gleich bei der Anfahrt fällt uns ins Auge, dass das Konsulat von Saudi Arabien in Dubai direkt neben dem Hochsicherheitstrakt der Botschaft der USA liegt.
Pünktlich um 14:00 Uhr öffnet die Visastelle der Königlichen Botschaft und nachdem wir unser Handy abgegeben haben, dürfen wir rein. Frauen und Männer werden natürlich getrennt voneinander „bearbeitet" Frauen haben einen eigenen Raum mit 2 Schaltern. Diese werden allerdings erst bedient, wenn keine Männer mehr im großen Warteraum an den Schaltern stehen. Es herrscht kein großes Gedränge und wir wollen ja eigentlich auch nur wissen, welche Unterlagen wir benötigen und wie der Prozess der Visabeantragung abläuft. Gehört und gelesen haben wir ja schon einiges, wir halten es jedoch für angebracht uns selbst ein Bild zu machen. Alles läuft sehr ruhig, freundlich und gelassen ab. Und so erfahren wir, dass die Saudische Botschaft seit Juni 2013 mit einem „Outsourced Provider" zusammen arbeitet, der den gesamten Papierkram erledigt und auch die Kontakte mit den Antragstellern koordiniert.
Das Büro dieses Dienstleisters ist in der Wafi-Mall in der 2. Etage und wir staunen nicht schlecht als wir dort ankommen. Das Büro erstreckt sich über eine ganze Etage auf der einen Seite werden Visumanträge für Schengen, UK, Australien Neuseeland bearbeitet und auf der anderen Seite nur Visa Angelegenheiten für Saudi Arabien. Dort erhalten wir die Auskünfte, die wir benötigen, ein Merkblatt auf dem die verschiedenen Visaarten aufgelistet sind, und was jeweils an Unterlagen zur Beantragung notwendig ist. Über das Internet macht man dort einen Termin und wird durch den Prozess geleitet. Auf der Liste, der notwendigen Unterlagen, steht unter anderem ein Unbedenklichkeitsschreiben der Deutschen Botschaft, die wir am folgenden Tag aufsuchen. Dort erhalten wir die Auskunft, dass diese Schreiben nicht mehr ausgestellt werden, da es eine Übereinkunft zwischen den Ländern gibt, dass dieses nicht mehr notwendig sei. Ein paar Tage später erfahren wir von Gertrud und Stefan, die ihr Saudi Visum in Muscat (Oman) beantragt haben, dass die deutsche Botschaft dort dieses Schreiben nach wie vor ausstellt.
Aber zurück zu uns: Normalerweise erhält der „normale" Tourist lediglich ein Transfervisum für 3 Tage zur Durchreise, vorausgesetzt, das Visum des Folgelandes ist vorhanden. Ein privates Besuchervisum für mehr als 3 Tage ist so gut wie ausgeschlossen. Auch Geschäftsvisa sind schwierig zu bekommen, und wir haben von verschiedensten Seiten gehört, wie scheinbar willkürlich die saudischen Behörden mit den Antragstellern verfahren. Viele warten wochenlang oder werden wieder und wieder aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt.

So weit die Theorie!

Über unseren Freund lernen wir zufällig einen jungen saudischen Scheich aus namhafter und einflussreicher Familie kennen. Der junge Mann leitet als CEO eine Firma seines Vaters in Dubai und in Jeddah. Er will uns helfen durch seine Beziehungen an ein Visum zu kommen. Wir geben ihm alle unsere Dokumente und Unterlagen, sowie die von uns gewünschte Reiseroute. Diese Hoffnung zerschlägt sich bald, indem er uns mitteilt, dass er in unserem speziellen Fall, die wir mit einem Fahrzeug nach Saudi Arabien fahren wollen, nichts tun könne. Er vermittelt uns noch ein Gespräch mit dem Sicherheitsbeauftragten der Saudischen Botschaft in Dubai. Dieser erklärt uns, dass es zu gefährlich sei, 2000 km durch Saudi Arabien zu fahren. Der Konsul will das Risiko nicht eingehen, falls uns was passiere. Durch ihn erhalten wir einen Termin bei dem Visabeauftragten im Konsulat. Doch auch der schüttelt nur gelangweilt den Kopf und meint ganz lapidar: „Wenn Sie nach Sudan wollen, dann nehmen Sie doch ein Schiff?"
Aber wir geben nicht auf. Wir telefonieren mit der Botschaft in Berlin. Auch dort nur gelangweilte Auskunft. „Oh, das ist schwierig. Es dauert auch sehr, sehr lange, haben Sie einen gültigen HIV Test?"

Jetzt gehen wir erstmal den offiziellen Weg. Wir müssen es wenigstens versuchen.
Wir machen unsere Anträge fertig. Im Internet buchen wir einen Termin bei VFS-Taheel für den nächsten Tag, vorsichtshalber telefonieren wir auch nochmal, nur um sicher zu gehen, dass alles klappt und sich nichts geändert hat seit unserem letzten Besuch. Alles läuft sehr professionell ab. Papiere werden gecheckt, dann ziehen wir eine Nummer und warten. Nachdem wir aufgerufen sind, will man unseren Antrag jedoch nicht bearbeiten. Wir sollten uns vorher eine Genehmigung auf der Botschaft holen, und dann den Antrag einreichen. Das könnte uns Geld und Zeit sparen. Nach einigem hin und her eskalieren wir zu einem Manager. Alle Unterlagen sind komplett, auch eine internationale Heiratsurkunde legen wir bei. Wir bezahlen 462,00 Dirham, umgerechnet € 92,--. Jetzt heißt es warten. Über den Verlauf werden wir per SMS benachrichtigt. Viel Hoffnung haben wir nicht. Es schlägt schon aufs Gemüt immer wieder abgewiesen zu werden. Trotzdem sind wir gespannt. Wir kennen 2 aktuelle Fälle, die innerhalb der letzten 2 Monate Saudi Arabien per Transitvisum durchquert haben und die Visa dafür unkompliziert innerhalb normaler Wartezeiten erhalten haben. Diese sind jedoch aus Sudan in Richtung Jordanien gefahren und dann noch von Jordanien in die Emirate. Es geht schon, fragt sich nur warum, hier nicht?

Direkt am 02. Januar gegen 09:00 Uhr erhalten wir die SMS, dass der Antrag an die Botschaft gegeben wurde. Und gleich am selben Tag gegen 16:30 erhalten wir die Nachricht, dass wir die Pässe am nächsten Arbeitstag (für uns der Sonntag) gegen 10:00 Uhr wieder abholen können. So schnell?!

Mit wenig Hoffnung gehen wir dorthin. Und – natürlich – unser Visumsantrag wurde abgelehnt. Selbstverständlich ohne Begründung. So, und jetzt? Jetzt ist wieder mal die Luft raus. Obwohl wir nicht richtig daran geglaubt haben, sind wir enttäuscht und fahren zurück in die Stadt, um zu beratschlagen was wir weiter tun können. Mittlerweile kennen wir ja einige Leute in Dubai, auch durchaus hochrangige Personen. Irgendetwas muss doch gehen. Wir sprechen mit unseren Bekannten und Freunden, telefonieren mit dem Sheikh, der das Dubai Travelers' Festival organisiert hat, und werden dort auch weitervermittelt an einen Saudischen Freund, der uns helfen will. Wir treffen uns mit ihm in einem Hotel. Er ist ziemlich empört über unsere Geschichte und telefoniert wiederum alle seine Kontakte durch, um uns zu helfen. Ein paar Tage später stehen wir dank seiner Bemühungen wieder im Saudischen Konsulat beim Vize-Konsul und holen uns wieder, wenn auch sehr höflich, eine Abfuhr ab. Nein! Kategorisch nein! Ohne hiesigen Wohnort geht gar nichts. Nur Anrainer Staaten erhalten ein Transitvisum. Wir telefonieren erneut mit der Saudi Botschaft in Berlin. Der Mitarbeiter ist sehr bemüht, spricht mit dem Botschafter, aber auch hier heißt es, Transit - Nein, Besuch mit dem Flugzeug - vielleicht. Na super – Deutschland fällt also auch aus! Zwischendurch erfahren wir von Gertrud und Stefan, den Magirus-Nomaden, daß sie es im Oman, in Muscat auch vergeblich versucht hätten. Angeblich wegen Personalwechsel wird dort kein Visum für Saudi Arabien ausgestellt.

Jetzt haben wir noch zwei Eisen im Feuer. Wieder über einen Bekannten, dessen Chef den Botschafter in Abu Dhabi persönlich kennt. Parallel fangen wir an Alternativen zu prüfen, so z.B. mit dem Schiff nach Afrika. Wir schreiben circa 15 Gesellschaften an. Von denen, die antworten sind die meisten ziemlich teuer, so ca. € 4500,--. Dazu kommt natürlich, dass das Fahrzeug ca. 14 tage auf See ist. In der Zeit müssen wir ein Hotel nehmen, oder Freunde wegen Übernachtung „anbetteln" und wir müssen hinterher fliegen. Alles zusammen geht dann ganz schön in die Kosten. Was jedoch völlig schwierig scheint, viele Gesellschaften haben ein Problem damit, ein Wohnmobil mit persönlichem Inhalt zu transportieren. Das Risiko, dass etwas wegkommt scheint groß. Nur eine Gesellschaft haben wir bisher ausfindig gemacht, der hierzu genaue Angaben macht und bei dem dies angeblich kein Problem darstellt. Und durch den Kopf geht uns natürlich auch, dass das Schiff die Route durch den Golf von Aden nimmt. Auch wenn man von Piraterie auf See länger nichts mehr gehört hat, stellen wir uns die Frage wie sicher das wirklich ist.

Zweite Alternative wäre, eine komplett andere Route zu nehmen. Wir klappern die Botschaften ab. Für Indien kann das Visum hier besorgt werden, dauert nur einige Tage. Für Pakistan bekommen wir das Visum hier nicht, es müsste in Deutschland beantragt werden. Iran müssen wir noch prüfen. Diese, komplett andere, Route hätte auch zur Folge, dass wir unser Carnet des Passages wieder höher, und dadurch wieder neu ausstellen lassen müssten.

Alle Implikationen durchdenken wir. Dennoch Sudan, bzw. Afrika ist immer noch unsere erste Priorität, auch wenn es zunehmend schwieriger wird zuversichtlich zu bleiben. Das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken, wird deutlicher.
Wir recherchieren was eventuell noch gehen könnte. Wir diskutieren mit unseren Freunden in Deutschland, die vor 2 Monaten die Route von Khartoum nach Jordanien gefahren sind und problemlos das Visum in Sudan erhalten haben. Wiederum Freunde von ihnen haben gerade vor ein paar Tagen ein Transitvisum für Saudi Arabien in Lusaka erhalten. Das bedeutet für uns, nicht aufgeben, weitermachen, recherchieren und alle Kontakte bemühen.

Unser Kontakt in Al Ain hat einen Verwandten in der Botschaft, und über diesen hat er erfahren, dass es u.U. möglich ist, ein Transitvisum nach Jordanien zu bekommen.

Gleich am nächsten Morgen versichern wir uns bei unserem Freund, dem saudischen Sheikh, ob wir im Land Probleme bekommen, wenn wir in diesem Fall nicht nach Jordanien, sondern nach Richtung Sudan ausreisen. Er versichert uns, dass dies kein Problem geben wird, außerdem stellt er uns Hilfe durch sein Büro in Jeddah in Aussicht, falls es zu Fragen käme. Das kann ja mal eine gute Nachricht sein.

Wir also ab ins Botschaftsviertel. Wir brauchen ein jordanisches Visum. Und gleichzeitig müssen wir unser Sudanvisum verlängern lassen. Die Zusage dafür, haben wir uns schon vor ein paar Tagen direkt beim Konsul geholt. Der Mann am Schalter kann sich sogar noch an uns erinnern. Es klappt reibungslos. Die Eintrittskosten nach Sudan sind hoch. Wir zahlen 750 Dirham, umgerechnet 150 € für zwei Personen. Zwei Stunden später können wir das neue Visum abholen. Anschließend gehen wir gleich zur jordanischen Botschaft. Gut, dass hier alle Botschaften in Gehdistanz liegen. Dort ziehen wir eine Nummer und kommen sofort dran. Sehr freundlich wird unser Pass bearbeitet? Ob wir ein einfaches oder mehrfaches Visum wollen, wie viele Tage wir uns im Land aufhalten werden, usw. Wow! So geht es also auch! Kein Thema, dass wir in Dubai nicht wohnhaft sind. Nach 30 Minuten haben wir unser Jordanien Visum im Pass, Kosten 420 Dirham, umgerechnet 84 € für beide.

Wir sind mit Andreas im Zoo von Al Ain verabredet um dort Rashed zu treffen, den Mann, der uns mit dem Visum helfen will. Er ist den ganzen Tag in Abu Dhabi und benötigt unsere Unterlagen, die wir ihm sofort zumailen. Am nächsten Tag treffen wir ihn. Rashed ist ein stattlicher junger Mann, der uns lächelnd und freundlich empfängt und uns erklärt, was er in Sachen Visum für uns getan hat, bzw. tun kann. Er telefoniert viel und nutzt alle seine Kontakte. Nachdem wir noch gemeinsam gegessen haben, geht er am frühen Nachmittag zu seinen Kindern. Bis dahin verbringen wir die Zeit gemeinsam und lernen uns etwas kennen. Wir erzählen über unsere Reise und Rashed erzählt sehr spannend von den arabischen Traditionen. Er versichert uns, dass er uns sofort informieren wird, sobald es Neuigkeiten gibt, aber ein, zwei Tage könne es schon dauern. Insha‘ Allah- so Gott will.

Wieder vergehen drei Tage mit Warten ohne Nachricht, die wir auf dem Parkplatz vor dem Zoo verbringen. Hinter unserem Parkplatz brüllen die Löwen und vom Klettergerüst der Schimpansen hören wir deren Schreie. Die Hoffnung schwindet langsam und die Befürchtung, dass auch dieser Versuch scheitert, steigt.
In Sweihan auf dem Kamel Festival lernen wir Ali kennen. Er ist ein enger Mitarbeiter von Sheikh Sultan, dem Schirmherr der Veranstaltung, er will uns ebenfalls helfen, das Visum zu bekommen. Er telefoniert und sein Kontakt meint, wir sollten bei der Agentur in Abu Dhabi nochmals unser Visum beantragen. Anschließend sollen wir ihn anrufen, er wird sehen was er machen kann. Gleich am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg. Beim VFS erfahren wir, dass wir für diese Art Visum direkt in die Botschaft gehen müssen, es gibt ein spezielles Antragsformular, und wir benötigen eine Bestätigung von der deutschen Botschaft. Wir zur saudischen Botschaft. Dort werden wir freundlichen empfangen und in die große Halle des Gebäudes geleitet. Ein Mitarbeiter setzt sich zu uns und erklärt was wir zu tun haben. Er drückt uns ein neues arabisches Formular in die Hand, meint eigentlich hätten wir das Visum in Deutschland beantragen müssen, aber da wir nun mal hier sind, will man uns helfen. Allerdings brauchen wir noch eine Bescheinigung der deutschen Botschaft. Der Antrag wird dann nach Riyadh ins Ministerium geschickt und es könnte bis zu 4 Wochen dauern.
Es ist bereits nach 12:00 Uhr als wir dort ankommen. Dennoch die Dame an der Rezeption ist nett und hört sich unser Anliegen an. Nach einigem Hin und Her geht sie in die hinteren Räume und bestätigt uns nach Rücksprache anschließend nur, was wir ohnehin schon geahnt haben. Die deutsche Botschaft stellt eine derartige Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht mehr aus. Am nächsten Morgen gehen wir gleich nochmals dorthin, wir sprechen mit der Konsulin. Sie erklärt uns, dass derartige Bescheinigung nicht erstellt werden können, auf welcher Basis soll das denn auch geschehen, Was soll denn da bescheinigt werden? Eine Dame am Schalter ist allerdings so nett uns das arabische Formular soweit zu übersetzen, dass wir das ausfüllen können. Wir wieder zur Saudi Botschaft. Leider zu spät für heute.

Da ruft uns Rashed an. Der ist ja auch noch am Ball, und er meint wir sollten nach Dubai fahren. Ein Freund seines Verwandten will uns in der Botschaft sehen, mit unseren Unterlagen. Nach einem Kinobesuch, fahren wir demnach in der Nacht zurück nach Dubai um am nächsten Tag um 10:00 Uhr in der Botschaft sein zu können.
Wie sich leider rausstellt, hätten wir uns das sparen können. Wie immer: In Dubai nur für hier Wohnhafte…. Wir verbringen das Wochenende in Dubai, gehen mit Freunden essen und verbringen den Rest an unserem „Hessa Beach". Anja und Bart kommen auf einen Sprung vorbei und am Samstagnachmittag sind wir schon wieder auf dem Weg nach Abu Dhabi.


Wir haben am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr einen Termin mit Ali auf der Saudischen Botschaft. Er will uns vor Ort unterstützen. Pünktlich sind wir da, nur in der Botschaft arbeitet noch niemand, so gegen 10:30 Uhr sollen wir wieder kommen, da wäre dann auch jemand da. Ali geht die Angelegenheit sehr freundlich aber auch ziemlich zielgerichtet an. Er frägt gleich nach dem Botschafter oder dem Konsul. Seine Visitenkarte macht wohl doch Eindruck. Es ist gut, dass er da ist, auf Arabisch kann dann doch viel mehr geklärt werden. Nach langem hin und her besteht die Saudi Botschaft auf ein Schreiben der deutschen Botschaft. Sie erklären aber auch genau, was bestätigt werden soll. Wir erhalten ein neues Formular und die klare Ansage: Ohne das Schreiben der deutschen Botschaft brauchen wir nicht wieder zu kommen, das muss sein. Wir waren 1,5 Stunden in der Botschaft mussten immer wieder warten, der Konsul wurde angefragt, es wurde verhandelt und gesprochen. Wieder ist es nach 12:00 als wir rausgehen und uns von Ali verabschieden.
Nach einer Mittagspause rufen wir die deutsche Konsulin an und erklären ihr erneut unsere Situation und dass wir etwas vorformuliert haben. Wieder erklärt sie uns, dass derartige Bescheinigungen nicht Teil der konsularischen Arbeit sind, aber sie will uns helfen und stimmt letztendlich zu, uns eine Bescheinigung auszustellen. Pünktlich um 09:00 Uhr sind wir am nächsten Tag auf unserer Botschaft. Man kennt uns schon. Wir hinterlassen unseren Text und sollen in 45 Minuten wiederkommen. Für umgerechnet 25€ erhalten wir dann einen Dreizeiler der zwar nicht unserem Vorschlag entspricht aber dennoch bestätigt, dass wir Deutsche sind, dass wir reisen und durch Saudi Arabien in den Sudan wollen und uns dafür doch bitte ein Visum ausgestellt werden möchte. In dem Preis sind auf Nachfrage sogar noch 2 Kopien enthalten. Bestückt mit diesem Papier fahren wir weiter zur Saudi Arabischen Botschaft. Auch dort kennt man uns mittlerweile. Der Brief der deutschen Botschaft wird begutachtet und für OK befunden, und handschriftlich ins arabische übersetzt, dann werden alle unsere Unterlagen und Anträge geprüft, getackert und dem Konsul zur Prüfung vorgelegt. Unsere Unterlagen sind ausreichend, wir hinterlassen unsere Telefonnummer. Jetzt heißt es warten, 2-4 Wochen kann es dauern bis eine Antwort vom Ministerium aus Riyadh kommt.

So weit waren wir noch nie, immerhin haben wir in einer Saudischen Botschaft unsere Unterlagen abgegeben. Jetzt können wir nur noch die Daumen drücken.



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