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Reisebericht Saudi Arabien

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Fazit Saudi Arabien
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Was man sich beim Gedanken an Saudi-Arabien vorstellt, entspricht meist nicht der Realität und entpuppt sich in vielen Fällen als Vorurteil; tatsächlich präsentiert es sich als ein Land mit vielen wunderschönen Oasen, dramatischen Berggipfeln, Sandstränden und Flussläufen. Natur zum Niederknien, Wüste, die einen zu Tränen rührt. Das Land hat gigantische Ausmaße und die Entfernungen müssen auf teilweise schlechten Straßen überbrückt werden.
Obwohl es in den saudi-arabischen Städten kein Nachtleben gibt, findet man zahlreiche Cafés und Restaurants. Daneben gibt es eine große Auswahl von Einkaufsmöglichkeiten, vom einfachen Souk bis hin zum riesigen Kaufhaus. Generell sind die Großstädte Saudi-Arabiens sehr modern und ihre Einrichtungen von hohem Standard. Die heiligste Stadt des Islam liegt in Saudi-Arabien, denn Mohammed wurde hier geboren. In der Tat wird der Schutz der Integrität des Heiligen Landes hier äußerst ernst genommen, und über das islamische Gesetz wacht die strenge Mutawwa, die Religionspolizei.
Wir sehen keine großen Paläste oder Moscheen, allerdings viel Müll, alte „Amischlitten", viele Schrottautos und erleben aggressive Autofahrer. Die Versorgung in den Städten ist gut.

In Saudi-Arabien gibt es zwar Pilger, aber keine Touristen. Kulturstätten sind verwaist und kaum beachtet. Dabei bietet das Land eine vielseitige Schönheit. Überhaupt, Begegnungen mit normalen Saudis fallen meist herzlich aus. Sie freuen sich über Besucher. Und natürlich erfährt man „hintenherum", dass sich viele ein anderes Leben wünschen. Ohne Totalüberwachung. Die Menschen scheinen nicht zufrieden und teilweise auch sehr arm, Vergleich mit dem Iran bietet sich an. Frauen tauchen nur im Stadtbild auf, ganz in Schwarz gehüllt, dennoch, die viel diskutierte strikte Geschlechtertrennung konnten wir nicht feststellen.

                                                  

Uns hat überrascht, dass ein Land, das zu den reichsten Ländern der Erde zählt, so „abgewrackt" ist. Den Reichtum hat bekanntlich das Öl gebracht. Wie viele Milliarden Dollar es in die Taschen der Saudis spült, belegt ein Zitat des Königs. Auf die Frage eines „Al Jazeera"-Reporters, wie hoch denn sein Vermögen sei, antwortete seine königliche Hoheit: „Meinen Sie vor oder nach Ihrer Frage?" Nur wie die „Spenden", die an die einzelnen Ministerien gegeben werden verbraucht werden wurde uns in 14 Tagen nicht klar.

Das Land wirkt auf uns behäbig, phlegmatisch, ohne „drive". Den Nationalstolz spürten wir hier nicht so sehr wie in den anderen Ländern. Man sieht nur wenige Flaggen und wenn, dann sind sie zerschlissen. In diesem Land muss sich etwas ändern, sonst gibt es auch in Saudi Arabien einen „arabischen Frühling".
Nicht nur für Muslime ist Saudi-Arabien ein schönes und lobenswertes, wenn auch komplexes Land, das seine wichtige Rolle in der Welt auch in Zukunft behaupten wird. Schade, dass es sich dieser Welt so sehr verschließt. Wir würden jederzeit gerne wiederkommen.




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Noch ein kleiner Exkurs in eigener Sache:

Gleich vorweg, die Abaya, das schwarze Kleid oder der Umhang, ist in Saudi Arabien gesetzlich Pflicht für alle
Frauen. Das Kopftuch ist für nicht muslimische Frauen freiwillig. Viele der Saudischen Frauen verhüllen zu dem schwarzen Kopftuch auch noch komplett das Gesicht mit einem Schleier, nur ein Schlitz für die Augen bleibt frei, einige tragen sogar schwarze Handschuhe und Socken.
Für unser Vorhaben, sich einige Zeit in Saudi Arabien zu bewegen, habe ich mich für das Kopftuch und die Abaya entschieden. Wir haben uns auf der kurzen Reise viel außerhalb des LKW bewegt, waren auf Behörden, sind auf Märkte, in Shopping Malls und in Supermärkte gegangen. Unterwegs sind wir oft ausgestiegen und unter Leuten gewesen, wir waren Essen und haben Besichtigungen unternommen.
Mich hat die Abay nicht gestört, im Gegenteil, ich fühlte mich in jeder Situation passend gekleidet. Es gilt als Respektsbezeugung, wenn ausländische Frauen das Kopftuch tragen, und dies wird tatsächlich rückvermittelt. In den Malls und auch im Auto kann man ohne weiteres das Kopftuch abnehmen. Das Verhalten der Männer mir gegenüber war sehr freundlich und zuvorkommend und ich wurde auch direkt angesprochen. Allerdings hat mir kaum ein Mann die Hand zum Gruss gegeben.
In Saudi Arabien sollte man stets immer im Hinterkopf behalten, dass es in Saudi Arabien nicht üblich ist, dass sich eine Frau, außer zum Einkaufen und zum Picknick mit der Familie, in der Öffentlichkeit mehr als Notwendig zeigt. Ich habe nicht eine Frau gesehen, die keine Abaya getragen hat.





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Bildergalerie Saudi Arabien


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