Reisebericht Botswana Teil I - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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Reisebericht Botswana


Der Chobe Nationalpark 

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Teil I >  Kasane - Mahembo                         31.10. - 10.11.2015                          1.071 km

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Kasane ist die erste Stadt auf Botswana Seite, hier findet man recht gute Versorgungsmöglichkeiten und auch Geldautomaten. Bereits hier an der Grenze ist das Warenangebot umfangreicher und vielfältig.
 
 
Wir befinden uns im äußersten Norden Botswanas und somit auch in unmittelbarer Nähe des berühmten Chobe Nationalparks. Für die Parkseite auf Seite des Chobe Flusses nehmen wir uns einen Tag Zeit. Wir sehen unglaublich viele Tiere, es ist sehr trocken und die Tiere kommen somit alle zum Wasser des Flusses. Wir passieren Herden von Büffel und Elefanten und am späten Nachmittag finden wir auch noch ein Löwenpärchen, das entspannt im Schatten eines Baums Rast macht, bevor es am Abend wieder zur Jagd geht.
 
 
Es ist Zeit mal wieder Rast zu machen, Wäsche zu waschen und die Vorräte aufzufüllen. Dafür bieten sich die Camps um Kasane an.
 
 
Nach getaner Arbeit durchqueren wir den „Chobe“, wie der Nationalpark üblicherweise genannt wird, auf einer wenig touristischen Strecke in Richtung Nogatsaa. Die Piste ist eng, teilweise dicht bewachsen, stellenweise sehr tiefsandig und „bumpy“. Aber es macht Spaß und wir kommen doch ganz gut voran.
 
 
Vor 15 Jahren waren wir hier auf einem verlassenen Campingplatz, der einmal eine Lodge werden sollte, jetzt ist alles zugewachsen und wo wir den damaligen Platz vermuten ist heute ein Militärcamp eingerichtet, um den riesigen Park vor Wilderern zu schützen. Riesiger weißer LKW, fällt natürlich sofort auf und die Patrouille hat uns auch gleich im Visier. Mit Maschinengewehren im Anschlag halten sie uns an, gerade als wir an einer wunderschönen Wasserstelle halten wollen. Zunächst skeptisch sondieren sie die Lage, tauen aber ganz schnell auf, als sie uns 3 Gestalten im Fahrerhaus sehen. Wir schauen wohl nicht wie die klassischen Wilderer aus. Die Situation entspannt sich schnell. Und als wir erklären, wir suchen einen Schlafplatz erlauben sie uns an der Wasserstelle die Nacht zu verbringen. Super-Klasse!
 

                                                  


Wir stehen direkt in unmittelbarer Nähe eines schön angelegten Wasserloches inmitten der Wildnis. Den letzten Bissen Steak haben wir noch warm auf dem Teller liegen, bzw. auf der Gabel stecken als 10 Elefanten ca. 20 Meter an uns vorbei zum Wasserloch kommen. Wir hören sie erst als die ersten bereits plantschen. Im Schein des Lagerfeuers beobachten wir sie beim Baden und Trinken. Jetzt sehen wir auch die Hyänen, Schakale und Elenantilopen im Hintergrund. Alle Tiere sind vorsichtig, natürlich spüren sie unsere Anwesenheit.
Der Tisch ist gerade abgeräumt und wir sitzen gemütlich am Feuer, als aus dem Gebüsch eine Löwin kommt. Zögerlich und vorsichtig beginnt sie zu trinken.
Immer wieder leuchten die Männer mit ihren Taschenlampen die unmittelbare Umgebung rund um unsere Sitzecke ab. „Warum leuchtest Du denn schon wieder?“ Frag ich Klaus als er, wie ich finde sehr kurz hintereinander die Umgebung ausleuchtet. „Na, weil da 2 Löwen sind.“ Kommt es ganz ruhig zur Antwort. Und tatsächlich keine 50 Meter von uns entfernt marschieren zwei halbstarke Löwenmännchen an uns vorbei in Richtung der Löwin am Wasser.
Als hätten sie sich verabredet, beschnuppern sie sich ausgiebig ehe die Löwin weiterzieht und die beiden Männchen noch eine Weile am Wasser zurückbleiben, bevor auch sie, nicht ohne noch einmal Stärke zu zeigen mit einem lauten Gebrüll, ebenfalls in der Nacht verschwinden.
 
Das sind die Erlebnisse von denen man zehrt. Einfach fantastisch! Ein Traum-Schlafplatz und ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur für den Vater.



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Die weitere Strecke durch den Nationalpark ist lang, die Piste teilweise sehr tiefsandig, eng und mit Wurzeln durchzogen. An so einer dicken Wurzel reißen wir uns das Reifenventil hinten rechts ab. Wir hören dieses ungeliebte Geräusch sofort. Ein wahrer 6er im Lotto! Reifenwechseln ist angesagt. An diesem Tag schaffen wir ganze 45 Kilometer.
 
Fünf Tage sind wir im Chobe unterwegs, ohne eine Menschenseele getroffen zu haben. Alles ist trocken, daher können wir auch nur ganz wenige Tiere ausmachen. Doch die Landschaft ist so vielseitig und interessant, dass sie für vieles entschädigt. Wir waren in völliger Abgeschiedenheit. Afrika pur! Der Chobe zählt einfach zu den besten NP’s Afrikas.
 
Leider haben wir nicht genügend Zeit, um auf dieser Reise auch noch die anderen Highlights, die Botswana zu bieten hat zu besuchen, wie das Moremi Gebiet und/oder überhaupt das riesige wunderschöne Okavango Delta. Wir waren schon so oft hier und kennen es. Aber im Moremi waren wir auch noch nie. Immer war zu viel Wasser und jetzt haben wir keine Zeit, schade.
 
In Maun, dem touristischen Ausgangspunkt ins Okavango Delta und eben den Chobe NP füllen wir unsere Vorräte auf und lassen unseren defekten Reifen reparieren.
Als wir vor 24 Jahren das erste Mal hier waren, war die Stadt noch ein staubiges Dorf, der berühmte Shoprite Supermarkt DAS Zentrum, die Straßen ungeteert und voller Schlaglöcher. Heute ist Maun eine aufstrebende boomende Kleinstadt. Die Institutionen verändern sich, so gibt es z.B. den ehemaligen Buschpilotentreff „Ducks Inn“ nicht mehr, dafür existiert Rileys Garage immer noch, und immer noch sitzen die Herero Frauen in ihren Viktorianischen Gewändern am Straßenrand wie eh und je. Die Touristen machen den Aufschwung möglich, an einem der schönsten Flecke in Afrika.
 
Nach ein paar Tagen in Maun richten wir uns gegen Nordwesten, umfahren sozusagen, auf unspektakulärer Strecke, das Delta, um bei Mohambo die Grenze nach Namibia zu überqueren.
 
Botswana – wir kommen wieder!




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Namibia -

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