Kritische Gedanken - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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                                                                                                   31.05.2014

Seit einiger Zeit beschäftigen mich einige Gedanken zu unserer Reise, die offenzulegen mir zugegeben nicht leicht fällt.

Zum ersten Mal auf unserer Reise beschleicht mich ein Gefühl von Unsicherheit. Doch woher kommt es? Wir sind ja nicht zum ersten Mal in afrikanischen Ländern unterwegs.

Wir fahren jeden Tag aufs Neue durch dieses arme Land. Steigen aus, kaufen unser Brot, unser Gemüse. Wir fotografieren halten unsere Eindrücke fest, teilweise sogar aus dem fahrenden Auto, manchmal steigen wir nicht mal aus, um Fotos zu schießen. Wir sammeln Eindrücke und Bilder und archivieren sie auf unseren Festplatten. Wir schauen uns die Sehenswürdigkeiten an, regen uns auf wenn wir wieder mal übers Ohr gehauen werden oder uns ein Führer „aufgedrückt" wird. Wir sind genervt, wenn uns zu viele Kinder belagern, ihre Hände austrecken und lautstark „money, money" oder „give me pen" fordern.

Wir beobachten die Menschen, wie sie barfuß bei strömenden Regen, kilometerweit zum nächsten Dorf zum Markt gehen, ohne Regenschutz natürlich, eingehüllt in eine Decke. Und was machen wir? Wir schmieren uns Butter auf unser frisches Brot und holen mal eben so eine Dose schwäbische Schinkenwurst oder französische Marmelade (noch aus Dubai) aus unserem Kühlschrank.

Ja, wir suchen, wir wollen den Kontakt zu den Menschen und der fremden Umgebung. Wir gehen in die Dörfer, gehen auf die Menschen zu, suchen das Gespräch trotz der sprachlichen Schwierigkeiten. Wo immer es geht versuchen wir ohne einen Führer, der einen abschirmt, auszukommen, das Land auf eigene Faust zu erkunden. Und wir machen dabei unsere Erfahrungen.

Wir fahren in unserem perfekt ausgestattetem „Wohnmobil" durch die Welt. Wir haben mehr Komfort und Luxus als es die meisten Menschen in ihren Häusern in diesem Land je haben werden. Und wenn uns die Menschen dann zu lästig werden, ziehen wir uns zurück in unsere 4 Wände, schließen die Fenster und schirmen uns von dieser Welt „da draußen" einfach ab. Wir lassen Äthiopien einfach vor der Türe.

Dann genau schleicht sich dieses eigenartige Gefühl ein, und es stellt sich die Frage: Was machen wir eigentlich? Machen wir es richtig? Reisen wir wirklich mit ganzem Herzen oder doch nur halbherzig?
Wir reisen gerne durch ferne Länder, fremde Kulturen und unbekannte Welten und zugegeben, wir genießen unseren Luxus und wir sind bequem. Wir können und/oder wollen nicht aus unserer Haut. Ich spüre deutlich, wir kommen aus einer anderen Welt.

Müssen wir jetzt ein schlechtes Gewissen haben? Begehen wir Verrat an unseren Absichten? Sind wir kommerzgewohnte Weicheier oder beschäftigt mich da einfach nur ein Luxusproblem?


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