Reisebericht Malawi - Weltenbummler Shumba - Weltreise mit dem Allrad Reisemobil

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Reisebericht Malawi

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Teil I >  Chiponde - Mqocha         20.08. - 01.09.2015            1003 km

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Das kleine Land empfängt uns direkt nach der Grenze mit vielen Menschen. Langsam schlängeln wir uns durch den dicht gedrängten Markt. Auf einer ordentlichen Asphaltstraße kommen wir zügig voran und so sind wir schnell von 1200 Metern runter auf circa 500 Metern. Es wird heißer, das Thermometer klettert auf 31 Grad. Offensichtlich gibt es hier wieder mehr richtige Steinhäuser und es gibt noch mehr Moscheen. Ansonsten ist auf den ersten Blick nicht viel Unterschied zu Mosambik zu erkennen.
 
Unser Ziel ist Cape Mclear im Lake Malawi Nationalpark. Einst war der Ort ein Hippie Aussteiger Point, doch diese Zeiten sind vorbei. Es gibt zwar immer noch jede Menge Backpacker-Unterkünfte und Gästehäuser, aber zudem gibt es auch „normale“ Unterkünfte und Campingmöglichkeiten. Cape McLear soll bekannt sein für die schönsten Sonnenuntergänge Afrikas. Mit Superlativen wird in Afrika ja nie gegeizt.
 
Nach zwei Tagen in „Eagles Nest“ machen wir uns wieder auf den Weg. Über einige enge Serpentinen „steigen“ wir hinauf ins Hochland von Lilongwe. Schade, dass es so dunstig ist, die Fernsicht von hier oben müsste fantastisch sein.
 
In der Hauptstadt wuselt es nur so von Menschen und doch geht es fast schon gemütlich zu. Niemand hier hat Eile. Eile gilt in Malawi als respektlos.

Nach wie vor gehört Malawi zu den ärmsten Ländern der Welt und doch kommen wir uns vor wie im Paradies. In der Innenstadt gibt es gleich mehrere, gut ausgestattete große Supermärkte, mit einem Angebot, das wir lange nicht mehr hatten, Joghurt, Käse, Säfte, und vieles mehr. Da fällt uns erst auf, was wir alles so vermisst haben. Und zudem finden wir eine sehr gute Metzgerei, wo wir fast alles bekommen, was das Herz so begehrt.
 
Wir verbringen gleich mehrere Tage auf dem Campingplatz des Golfclubs, um unseren Backlog mal wieder abzuarbeiten und unsere Vorräte aufzufüllen.

 

                                                  


Holz ist eine Lebensgrundlage in diesen Ländern und oft die einzige Energiequelle. Auf unserer Weiterfahrt in Richtung Norden sehen wir, welches extreme Ausmaß die Abholzung angenommen hat. 
 
Eine ausgezeichnete Teerstraße führt uns von Kasungu durch das hügelige Bergland wieder in Richtung Malawi See. Wir durchqueren das Nkhotakota Wildlife Reserve, es ist das größte und älteste Malawis. Lediglich eine Straße führt durch den Park, ansonsten ist es völlig unerschlossen. Wildbeobachtungen können zu Fuß und in Begleitung eines bewaffneten Scouts unternommen werden.
 
Kilometer für Kilometer geht es auf einer Wellblechpiste durch eine völlig unspektakuläre Landschaft hinunter zum See.
 
Uns fallen die große Anzahl Gotteshäuser und Moscheen auf. Religion und Glaube scheint für die Malawier eine große Rolle zu spielen. Auf einem schmalen, auf beiden Seiten abgebrochenen Teerband, fahren wir nach Norden. Wir passieren viele Dörfer deren Zustand die ganze Armseligkeit des Landes erkennen lässt. Doch die Menschen, vor allem die Kinder, winken uns fröhlich lachend zu.
 
Auf unserem Weg nach Sambia statten wir dem kleinen Binnenland nur eine Stippvisite ab. Eigentlich wollten wir nach Norden zum Nyika Plateau, doch auf dem Weg dorthin entscheiden wir uns anders. Wir haben uns für Sambia einiges vorgenommen und auf dem Nyika Plateau waren wir vor ein paar Jahren schon einmal, also reisen wir direkt nach Sambia.
 



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Die Strecke von Nkhata nach Mzuzu ist richtig schön zu fahren, eine kurvenreiche Strecke hinauf in die Berge. In der dichtbewaldeten Region gibt es vereinzelt noch Reste von Regenwald. Ansonsten ist auch hier das Problem der Abholzung allgegenwärtig. Die kleine Stadt Mzuzu liegt im Kaffeeanbaugebiet. Und, der Kaffee ist richtig gut.
 
Für uns ist Mzuzu die letzte größere Stadt in Malawi. Hier versorgen wir uns nochmal richtig, bevor wir unsere letzte Etappe über das Viphya Plateau in Angriff nehmen. Kilometerlang fahren wir durch Abholzungs- und Wiederaufforstungsgebiete und durch eine fantastische Landschaft, bergauf und bergab vorbei an schroffen Granit Inselbergen. Die sehr gute Teerstraße erlaubt, trotz der Steigungen, ein zügiges Vorankommen. Mit 22 Grad ist es auf dem Plateau trotz Sonnenschein fast schon kühl.
 
Auf dem Viphya Plateau zweigt die Piste nach Sambia ab. Jetzt ist Schluss mit lustig. Sofort erhalten wir einen Eindruck, was uns die nächsten 40 km erwartet, große Steine, tief ausgewaschene Furchen. Bei jedem langsamer werden überholt uns die eigene Staubwolke und hüllt uns ein.
 
Noch am Abend kommen wir in Mqocha, dem Grenzort, an und können die Ausreiseformalitäten erledigen.
 
Freundlich und unkompliziert, so haben wir Malawi erlebt. Wir hatten keine Polizeikontrolle, keinen Versicherungscheck, und auch keine Korruption in diesem kleinen Land mit seinen reizvollen Menschen, vielen Flüssen, hohen Plateaus und seinem größten Schatz, dem Malawisee.
 



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